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Projekt an Grundschule

Grabenstätt: Musical „Löwenkini“ geht viral

Der König der Löwen, aber eben auf bayrisch.
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Der König der Löwen, aber eben auf bayrisch.

Da probt man monatelang, und dann verhindert Corona die Aufführung: So sollte es den Grabenstätter Grundschülern nicht ergehen. Ihren „Löwenkini“ durften sie verfilmen.

Grabenstätt – Schon fast 800 Mal angeklickt wurde mittlerweile der im Juli online gestellte YouTube-Stream des Musicals „Löwenkini“. Rund ein Jahr nach den einwöchigen Dreharbeiten in der Turnhalle, war es nun also endlich soweit, die Weltpremiere konnte beginnen. Nicht als Bühnenstück, nicht als Präsenz-Kino, aber als Live-Videostream.

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Beteiligt waren daran rund 70 Schüler aus Grabenstätt und zahlreiche Lehrer der Grundschule. Die Resonanz ist überwältigend für die stellvertretende Schulleiterin Birgit Gebert-Schwarm: „Wir gehen davon aus, dass zuhause noch viel mehr Menschen gespannt vor den Bildschirmen saßen, die Resonanz ist überwältigend.“ Sie hatte das völlig neu interpretierte löwenstarke Musical mit Melodien von Elton John im Frühsommer 2018 in bairischer Mundart geschrieben und dann stetig verfeinert.

Monatelange Proben und Corona

Dass das groß angelegte Musical-Projekt nun endlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, ist der verdiente Lohn für die monatelange Probenarbeit der mitwirkenden Schüler, die mittlerweile teilweise schon auf weiterführende Schulen gehen. Sie hätten das Stück gerne vor einem Jahr in zwei unterschiedlichen Bühnen-Besetzungen (Team Sepherl Purzeller und Team Magdalena „Leni“ Brunnhuber) vor Publikum zur Aufführung gebracht. Corona verhinderte dies, daher entschied man sich alternativ für eine professionelle Verfilmung, damals noch mit dem Ziel ein Open-Air-Kino zu veranstalten. Anstatt des verdienten Live-Applauses bekommen die jungen Schauspieler nun eine „Löwenkini“-DVD – die Kosten übernimmt die Gemeinde Grabenstätt.

Diese Bilder entstanden bei den letztjährigen Dreharbeiten zum boarischen Musical „Löwenkini“ der Grundschule Grabenstätt.

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Die vier Hauptverantwortlichen, die frühere Rektorin und Initiatorin Josephine Brunnhuber (Projektleitung), die stellvertretende Schulleiterin und Musical-Schöpferin Birgit Gebert-Schwarm, Michaela Mannhardt, die zuständig für die Musik war und Nicole Schenk (AG Orff) fanden sich zusammen mit den beiden Hauptdarstellerinnen Sepherl Purzeller (Rolle „Simmerl“, 4. Klasse Grundschule) und Magdalena Brunnhuber (Rolle „Simmerl“, mittlerweile 5. Klasse Chiemgau-Gymnasium) im Musikstudio von Stefan Mayer in Aiging ein.

Professionelle Aufnahmen statt Live: Darüber freuten sich sowohl Schüler als auch Lehrer.

Die passenden Klänge steuerte das Orff-Schulorchester bei. Auch der Schulchor, der Corona-bedingt bei den Dreharbeiten nicht singen durfte, tauchte kurz auf, alten Aufnahmen sei Dank. Bereichert wurde das Ganze durch Katharina Wieshollers klangvolles Harfenspiel.

Film ein Jahr nach den Dreharbeiten

„Obwohl wir alle beim Dreh vor einem Jahr live dabei waren, waren wir überwältigt und tief beeindruckt vom Endergebnis“, so Gebert-Schwarm. Die mitreißende Geschichte, die unter die Haut gehenden Melodien, die hinreißenden Kostüme, das tolle Bühnenbild des hiesigen Künstlers Lars Hönigl und vor allem die löwenstarke Leistung der jungen Schauspieler und Musiker sorgten am Ende für ein herausragendes Gesamtkunstwerk. Am meisten habe ihnen gefallen, auf der Bühne zu stehen, erstmals an einem professionellen Film mitzuwirken und dass man sich dabei immer gegenseitig geholfen habe, meinten einige junge Darsteller auf Nachfrage. Ein paar von ihnen können sich sogar vorstellen, später einmal eine Schauspielkarriere einzuschlagen.

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Nach dem preisgekrönten Musical „Schuihofgschroa“ 2015 und der Erfolgs-Oper „Boarischen Zauberflöte“ 2017, mit der man ebenfalls überregional für Aufmerksamkeit sorgte, konnte die Grundschule Grabenstätt nun also auch den „Löwenkini“ zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Finanziert wurde das Meisterwerk vom Förderverein der Grundschule und mithilfe einer Spende des Anfang dieses Jahres verstorbenen Grabenstätter Bürgers Baron Dieter Freiherr von Wrede, der anlässlich seines 80. Geburtstages 2019 auf Geschenke verzichtete und seine Gäste stattdessen um Spenden bat.

Der Link zum Film befindet sich auf der Homepage der Grundschule unter www.grundschule-grabenstaett.de und ist noch bis Ende Juli aktiv.

Darum geht‘s im Löwenkini

In der Grabenstätt-Version des weltbekannten „Der König der Löwen“-Musical- und Film-Stoffes, wird die Geschichte vom „Simmerl“ erzählt – großartig gespielt von Magdalena „Leni“ Brunnhuber und Sepherl Purzeller. Auch er ist ein kleiner Löwe, der aber nicht in Afrika, sondern in München lebt. Seit 1229 ist der Löwe das offizielle Wappentier Bayerns und die Löwen sind die heimlichen Herrscher. Sie haben sogar einen eigenen König namens Muhakl, der Simmerls Vater ist. Um jedoch selbst Löwenkini zu werden, muss Simmerl in Afrika auf dem Königsfelsen geweiht werden. Auf der aufregenden Reise begegnet er vielen bekannten Filmfiguren.

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