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KOMMUNALPOLITIK

Grabenstätt: Mehr Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden?

Auf den Dächern der Grundschule Grabenstätt wird es aus Sicherheitsgründen möglicherweise keine vollflächigen Photovoltaikanlagen geben.
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Auf den Dächern der Grundschule Grabenstätt wird es aus Sicherheitsgründen möglicherweise keine vollflächigen Photovoltaikanlagen geben.
  • VonMarkus Müller
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Im Gemeinderat Grabenstätt fordert die CSU-Fraktion mehr Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden. Das Ratsgremium will nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Grabenstätt – Auf den Dächern öffentlicher Gebäude in Grabenstätt soll die Energie der Sonne stärker ausgenutzt werden. In ihrem Antrag an die Gemeinde vom 1. Oktober 2020 wirbt die CSU-Fraktion des Gemeinderats um Zustimmung des Gremiums, die technischen Möglichkeiten entsprechend zu prüfen.

In der jüngsten Ratssitzung stand der Antrag jetzt auf der Tagesordnung. Genannt wurden darin beispielsweise die Dächer der Kindergärten in Grabenstätt und Erlstätt, der Grundschule in Grabenstätt sowie das Dach des Feuerwehrhauses in Erlstätt. Ebenso fragen die CSU-Räte nach einer möglichen Erweiterung der von den Bürgersolar-Gesellschaften bereits genutzten Dachflächen des Bau- und Wertstoffhofes sowie des Grabenstätter Feuerwehrhauses.

Realisierbar nur mit Bürgerenergieanlage

Wie Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe/Freie Wähler) eingangs des Tagungspunktes erläuterte, sei bereits in früheren Beratungen über die Bereitstellung von öffentlichen Dachflächen der einheitliche Tenor im Gremium vertreten worden, dass dies nur im Rahmen einer Bürgerenergieanlage realisiert werden soll und nicht durch externe Energiegenossenschaften. Angesichts der nun geringeren Einspeisevergütung einerseits und der steigenden Stromkosten andererseits, rücke auch der Aspekt des Eigenverbrauchs und der Stromspeicherung in den Vordergrund. „Das macht nur noch Sinn, wenn man den Strom selber speichern und nutzen kann“, meinte Franz Kreiler (Bürgergruppe).

Neben dem ökologischen Aspekt und der Wirtschaftlichkeitsabwägung müsse auch eine Risikoabschätzung erfolgen, und zwar bezogen auf jedes einzelne Objekt und die jeweilige Dachfläche, so Bürgermeister Wirnshofer.

Risiko im Winter durch Schnee und Eis

Hinsichtlich der Schule und des Kindergartens habe die Gemeinde stets die Meinung vertreten, dass auf deren Dächern aus Sicherheitsgründen keine Photovoltaikanlagen gebaut werden können, betonte Zweiter Bürgermeister Andreas Danzer (Freie Wähler) und verwies auf einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vor rund zehn Jahren.

Das Risiko, das im Winter von herabrutschendem Schnee und Eis ausgehe, sei zu groß, ergänzte Wirnshofer. „Die Gemeinde steht hier in der Verantwortung.“ Ausnahmen könnten das östlich und westlich ausgerichtete Schuldach darstellen, „denn hier befinden sich Lichtgräben, welche einen Abstand zwischen dem Gebäude und öffentlicher Flächen gewährleisten und normalerweise nicht betreten werden“.

Photovoltaikanlagen erschweren Löscharbeiten

Aus Feuerwehrkreisen sei bekannt, dass Photovoltaikanlagen bei einem Brand die Löscharbeiten erschweren könnten, sagte der Bürgermeister. Zudem gehe von ihnen eine gewisse elektromagnetische Strahlung aus. Hinsichtlich des Hauses für Kinder St. Maximilian müsse die Kirchenverwaltung entscheiden.

Waltraud Hübner (CSU) war der Ansicht, dass sich in technologischer Hinsicht seit dem zitierten Gemeinderatsbeschluss „sicherlich einiges getan hat“. Es sollte ein Experte befragt werden, der mögliche Gefahren besser abschätzen könne. „Wir müssen vorwärtskommen in Richtung energieneutrale Gemeinde“, appellierte die Gemeinderätin.

Machbarkeitsstudie soll Klarheit bringen

Ins gleiche Horn stießen Christian Fellner und der gemeindliche Elektromobilitätsbeauftragte Robert Muggenhamer (beide Bürgergruppe). Laut Muggenhamer gebe es „in der Region genügend Schulen mit solchen Anlagen. Ich frage mich, warum es bei denen geht und bei uns nicht“. Im Sinne der Energiewende gelte es, auch wenn in der Gemeinde in puncto erneuerbarer Energien schon einiges erreicht worden sei, noch viel zu bewegen.

Dem Bürgermeister zufolge könnten auch noch mehr Privatleute mit eigenen Solar- oder Photovoltaikanlagen wichtige Beiträge zur angestrebten Energiewende leisten.

Am Ende der Diskussion war sich das Gremium einig, das Thema zeitnah mit dem Klimaschutzmanager des Ökomodells Achental, Hans Haslreiter zu besprechen. Zudem soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.

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