Grabenstätt: Gartenbauverein belebt historische Gerätschaften wieder

Mit historischen Gerätschaften mähte der vor 90 Jahren (1930) gegründete Gartenbauverein Erlstätt die Wildblumenwiese an der Kreisstraße TS3 bei Tettenmoos. Beim Mähen und Heuwenden erhielt die Vorstandschaft Unterstützung von Niklas Wirnshofer (links) und Hansi Neuhauser.
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Mit historischen Gerätschaften mähte der vor 90 Jahren (1930) gegründete Gartenbauverein Erlstätt die Wildblumenwiese an der Kreisstraße TS3 bei Tettenmoos. Beim Mähen und Heuwenden erhielt die Vorstandschaft Unterstützung von Niklas Wirnshofer (links) und Hansi Neuhauser.

Mit vereinten Kräften und erstmals auch historischen Gerätschaften hat die Vorstandschaft des Gartenbauvereins Erlstätt mit den jungen Helfern Niklas Wirnshofer und Hansi Neuhauser die Wildblumenwiese an der Kreisstraße TS3 bei Tettenmoos und Brodeich (zwischen Erlstätt und Grabenstätt) gemäht.

Grabenstätt –Zum Einsatz kamen ein historisches Mähwerk sowie Gabelheuwender. Anschließend wurde das teilweise schulterhoch gewachsene Gras zum Trocknen auf „Heumandl“ und sogenannte „Hifen“ platziert.

Die rund 500 Quadratmeter große Wiese war im Frühjahr 2017 im Rahmen des Projekts „Blühender Landkreis Traunstein“ auf Landkreisgrund angesät worden, und zwar unter fachkundiger Anleitung des Kreisfachberaters für Gartenkultur und Landespflege Markus Breier. In den Folgejahren erwies sie sich als artenreiches und farbenprächtiges Paradies für Insekten und andere Lebewesen. Zu den bunt blühenden Blumen und Kräutern zählen Wiesen-Flockenblume, Wilde Möhre, Wiesensalbei, wilder Thymian, Dost, Malven, Glockenblumen, Klappertöpfe, um nur einige zu nennen.

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Schon vor dem ersten Mähen verändert die Wiese zwischen Frühjahr und Sommer mehrmals ihr Aussehen. Das Abmähen Mitte bis Ende Juli sei wichtig, so die Vorsitzende des in diesem Jahr 90 Jahre alt werdenden Erlstätter Gartenbauvereins, Angela Wirnshofer, damit die herabfallenden Samen genug Licht zum Keimen und Anwachsen hätten. Im Herbst folge dann eine weitere Mahd.

Gespannt verfolgt wurde das historische Mähen und Heutrocknen von einer 91-jährigen Erlstätterin und einem nur etwas jüngeren Gast. Sie konnten sich nach eigener Aussage noch gut an jene Zeiten erinnern, als die Bauern noch nicht auf moderne Technik zurückgreifen konnten. mmü

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