Grabenstätt beteiligt sich an Schulsanierung mit bis zu 600000 Euro

Grabenstätt. – Einen Bericht zur geplanten Sanierung der Grund- und Mittelschule Chieming hat Architekt und Stadtplaner Hans Romstätter vom Büro Architekten-Stadtplaner Romstätter PartmbB in der Grabenstätter Gemeinderatssitzung abgegeben.

Was die Kostenbeteiligung der Gemeinde Grabenstätt anbelange, würde auf einen fairen Umgang gesetzt, erklärte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe/FWG). „Zehn Prozent werden uns treffen“, meinte Andreas Danzer (FWG). Wirnshofer sprach anschließend von etwa 500 000 bis 600 000 Euro Beteiligung. Es gelte aber zunächst, die förderfähigen Kosten abzuwarten. Der Gemeinderat billigte die vorgestellte Planung einstimmig.

An der Sitzung nahm der Chieminger Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) teil. Chieming und Grabenstätt bilden einen Schulverband.

Neuer barrierefreier Anbau mit Lift

Der 1971 fertiggestellte östliche Bauteil, in dem die Grundschule untergebracht ist, sei nicht mehr auf dem neuesten Stand. Einiges zu tun gebe es auch im Westbauteil von 1986, wo sich die Mittelschule befindet. Das ganze Haus soll einen neuen Boden bekommen und das Treppenhaus im Ostteil zurückgebaut werden. In einem neuen Anbau soll auch ein Lift zur barrierefreien Erschließung inte griert werden. Die künftige Verglasung soll eine Sonnenschutzanlage erhalten.

Anstatt mit Heizöl soll künftig mit Gas geheizt werden. Die komplette Heizungstechnik samt Steuerung ist zu erneuern, ebenso die Wasserinstallation. Die Wandhydranten, die im Gebäude schon zu Wasserschäden geführt hatten, werden zurückgebaut.

Zudem ist vorgesehen, Schallschutzdecken sowie eine Be- und Entlüftung in verschiedenen Bereichen einzubauen. Mit der Maßnahme werden auch funk tionelle Verbesserungen im Bereich der Ganztags- und Mittagsbetreuung, beim Lehrerzimmer sowie in den Computerräumen erreicht. Die Zahl der Toiletten soll reduziert werden.

Mit Blick auf die Fassade meinte Romstätter, dass „alle Wände eingewickelt werden sollen“. Anstelle von Kunststoff erfolge die Verwendung spezieller Wärmedämmziegel, um umweltfreundlich zu sein. Während der Baumaßnahmen sei die Hälfte der Klassen auszulagern, erinnerte Romstätter. Die Gemeinde hofft auf eine Förderung von der Regierung von circa 4,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Aussage Romstätters voraussichtlich auf knapp elf Millionen Euro.

Deswegen müsse die Maßnahme auch europaweit ausgeschrieben werden. Unternehmen aus der Region sollen bevorzugt werden.

Im Frühjahr sollder Bau starten

Die Sanierung sei die beste Lösung, da ein Neubau rund 15 Millionen Euro kosten würde. Zudem würde es keine Förderung geben, so Romstätter. Darüber hinaus fiele ein Neubau wesentlich kleiner aus. Im kommenden Frühjahr wird mit dem Umbau des Ostteils begonnen. Nach dessen voraussichtlicher Fertigstellung im Jahr 2022 werde der Westflügel in Angriff genommen. Stadtplaner Romstätter betonte: „Wir werden bis Mitte 2023 brauchen, bis wir ganz fertig sind“.

Josephine Brunnhuber (FWG) bemängelte, dass geplant sei, die am Sportplatz befindliche 400-Meter-Laufbahn zurückzubauen. Diese neu herzurichten würde laut Romstätter über 100 000 Euro kosten, der Bau einer kompletten Tartanbahn, wie sie Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe) vorschlug, sogar mehr als 150 000 Euro. Für den Schulsport reiche eine 100-Meter-Bahn aus, so Rektor Alexander Fietz. Der Erhalt der 400-Meter-Laufbahn mache nur Sinn, wenn sie landkreisweit genutzt würde. Außerdem würde diese nicht gefördert. mmü

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