Gottesdienst-Premiere von Robert Daiser in Truchtlaching

Robert Daiser (links) feierte seine Diakon-Premiere mit Pfarrer Rüdiger Karmann im Rahmen des Gottesdienstes am Pfingstsonntag in Truchtlaching.
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Robert Daiser (links) feierte seine Diakon-Premiere mit Pfarrer Rüdiger Karmann im Rahmen des Gottesdienstes am Pfingstsonntag in Truchtlaching.

Einen Tag nach der Weihe zum Diakon im Münchner Liebfrauendom von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, feierte Robert Daiser in Truchtlaching bei der Heiligen Messe in der Pfarrkirche mit Pfarrer Rüdiger Karmann seine Premiere auf heimischer Ebene.

Truchtlaching/München – „Danke, dass ich dabei sein durfte“, freute sich Diakon Robert Daiser. „Ich hoffe, wir sehen uns weiterhin!“. Der 28-Jährige hatte damit ein bewegtes Wochenende hinter sich, nachdem er auch noch am Nachmittag eine Maiandacht an gleicher Stelle gestaltet hatte.

Daiser hat in München Theologie studiert und bereitet sich derzeit im Rahmen des zweijährigen Pastoralkurses in der praktischen Ausbildung im Pfarrverband auf die Arbeit als Priester vor. Nach dem aufregenden Tag der außergewöhnlichen Weihe in der Zeiten der Corona-Krise mit vier weiteren Diakonanwärtern und nur 70 Besucher aus dem engsten Kreis, durfte er in Truchtlaching direkt am Tag darauf den Gottesdienst mitgestalten. „Es ist ein Zeichen: Der Weg der Kirche geht weiter – auch unter widrigen Umständen“, gab Kardinal Marx zu verstehen“. Er habe lange gezögert, die Diakonenweihe zu feiern, sagte der Erzbischof von München und Freising: „Ich weiß, wie viele gerne gekommen wären.“ Auch wenn in diesem Jahr die Feierlichkeiten nur klein ausfallen konnten, „die Freude kann uns niemand nehmen – auch Corona nicht. Das wäre ja gelacht!“

Auch Pfarrer Rüdiger Karmann war in München mit dabei. „Was das eine Freude gestern im Dom“, sagte er einleitend. Er gab Daiser mit auf den Weg: „Wir wünschen Dir alle, dass du den Geist Gottes weiterführst.“

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Bürgermeister Martin Bartlweber war ebenfalls unter den Kirchgängern: „Ich freue mich, dass die Kirche mit jungen Menschen aus unserer Gemeinde, wie mit Robert Daiser gestaltet und weitergeführt wird!“ Der neu geweihte Diakon übernahm die Predigt - hier blickte er in seine Studienzeit in die Münchner Großstadt zurück: „In der U-Bahn war oft Multikulti, da habe ich viele auch nicht verstanden“. Das war aber den Sprachen geschuldet. Darum wies er auf den Sprachenausdruck hin, mit Augen, Mund, Händen und der Mimik. „Sie kann aber auch verletzend wirken, darum hoffe ich, dass meine Sprache in Truchtlaching zu verstehen ist“. Der feierliche Gottesdienst wurde von Andrea Wittmann an der Orgel untermalt und hatte wie bei der Segnung in München wegen der Corona-Regeln ein außergewöhnliches Flair.

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