Nachruf

Johann Ettenhuber
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Johann Ettenhuber

Gollenshausen – „Jetz muass ich aus mei´m Haus, mei Lebenszeit is aus“ heißt es in der ersten Strophe eines Volksliedes, das die Rimstinger Sänger am Ende des Requiems für Johann Ettenhuber in der Filialkirche St. Simon und Judas sangen.

Der beliebte Gollenshausener war im Alter von 86 Jahren unerwartet verstorben. „Mia ham so a scheens Leb’n g’habt“, zitierte Pfarrer Andreas Przybylski die Witwe des Verstorbenen in seiner Predigt vor einer großen Trauergemeinde.

Der „Lindlpaul-Hans“ wie er von allen genannt wurde, erblickte 1933 als zweites von vier Kindern der Bauersleute Therese und Johann Ettenhuber auf dem Lindl paul-Hof im Ortsteil Lienzing das Licht der Welt. Er besuchte die Volksschule und half sehr früh in der Landwirtschaft mit.

Nach seiner Landwirtslehre und dem frühen Tod seiner Mutter musste er bereits als 14-Jähriger Verantwortung übernehmen. Auf der Landwirtschaftsschule lernte er seine Frau Marianne kennen. 1965 heiratete er sie und übernahm den Hof. Sie bekamen vier Kinder und freuten sich über neun Enkel.

Die Arbeit auf dem Hof, das Singen und seine Familie waren ihm sehr wichtig. Der Tod ereilte den überzeugten Christ auf dem Weg zu einer Arztuntersuchung.

Gstadts Zweiter Bürgermeister Sepp Gartner dankte dem früheren Gemeinderatsmitglied, und auch die Trachtler, Rosserer, die Jagdgenossenschaft und eine Abordnung der Viehzuchtgenossenschaft Rosenheim Ost dankte dem Mitglied. wak

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