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Was die Waltls aus Chieming richtig machen

„Man realisiert‘s erst später“: Nach nur zwei Jahren „Bayerns gastfreundlichster Ferienhof“

Hildegard und Klaus Waltl vor ihrem Hof „Beim Lenglacher“ und der Auszeichnung „Goldener Gockel“.
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Hildegard und Klaus Waltl vor ihrem Hof „Beim Lenglacher“ und der Auszeichnung „Goldener Gockel“.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Was tun mit dem alten Bauernhaus? Klaus und Hildegard Waltl entschieden sich, die leerstehenden Stockwerke zu renovieren und Gästezimmer daraus zu machen - das Projekt wurde nach kurzer Zeit zum bayernweit beachteten Erfolg. Wir haben sie besucht.

Chieming - Wer heuer noch „Beim Lenglacher“ Urlaub machen will, muss schnell sein oder Glück haben - „eines unserer beiden Zimmer ist schon bis Mitte September ausgebucht“, sagt Hildegard Waltl beim Besuch von chiemgau24.de stolz. Nach gerade mal zwei Jahren läuft der Betrieb so gut, dass es jetzt von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) den „Goldenen Gockel“ als Preis gab. Unter 4000 „Ferien auf dem Bauernhof“-Betrieben in Bayern haben sich die Waltls durchgesetzt. Bayernweit bekamen nur 20 einen „Goldenen Gockel“.

Urlaub auf dem Bauernhof: „Goldener Gockel“ für Familie Waltl aus Chieming

Es entschied keine Jury über Ausstattung, Lage oder Sterne, sondern einfach nur die Bewertungen derjenigen, die in den Höfen zu Gast waren. „Wir haben uns auch nicht beworben für die Auszeichnung und waren dementsprechend überrascht, als der Brief im Postkasten lag, zur Preisverleihung ins Allgäu zu fahren“, so Klaus Waltl. Am Donnerstag der vorigen Woche dann der Termin. „Realisiert haben wir es erst ein paar Tage später. Die Leute haben gleich Fotos von der Preisverleihung von uns im Internet gefunden, haben‘s im Radio gehört und beim Maibaumaufstellen wurden wir immer wieder darauf angesprochen.“

Alpakas ziehen durch den Obstanger.

2017 war es soweit, dass man sich Gedanken über den Betrieb in Lenglach, zwischen Egerer und Hart, machen musste. Klaus Waltl übernahm den Hof, der erste und zweite Stock des Hauses standen leer. „Alle meinten: das wird bei Euch funktionieren“, so Hildegard Waltl. Also packte man an, holte sich Handwerker, sanierte - „und es war von Anfang an ein Selbstläufer“. Ein Zimmer für vier Personen und eins für fünf sind entstanden. Die anderen Gewinner des „Goldenen Gockels“ sind viel länger im Geschäft, haben oft wesentlich mehr Zimmer und Personal angestellt - die Waltls machen‘s allein, „auch deswegen sind wir stolz“, so die Waltls.

Der Lenglacher-Hof steht zwischen Egerer und Hart allein auf weiter Flur.

Der Hof von Klaus und Hildegard Waltl steht allein auf weiter Flur. In Sichtweite nur: der benachbarte Bauer und der Kirchturm von Hart. Ansonsten Wald, Wiesen, Ackerfläche. „Das ist das größte Plus, sagen uns die Gäste“, berichtet Klaus Waltl. „Bei uns wacht man mit Vogelgezwitscher auf und sieht in der Nacht die Sterne. Die Kinder haben überall Platz. Viele kommen aus der Großstadt zu uns, da gibt es sowas nicht mehr.“ Nicht nur Hofhund Leni saust um den Lenglacher Hof herum, sondern auch Hühner, Ziegen, Wachteln oder Alpakas: „Und aus deren Wolle machen wir dann die Bettdecken der Gästezimmer.“

xe

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