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Ein „verspäteter Feierabend“

Gold und Silber für 30 ausgeschiedene Traunsteiner Kreisräte

Als „zwei, die die letzten Kreistage besonders prägten“ würdigte Landrat Siegfried Walch (rechts) Waltraud Wiesholler-Niederlöhner und Karl Kaditzky.
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Als „zwei, die die letzten Kreistage besonders prägten“ würdigte Landrat Siegfried Walch (rechts) Waltraud Wiesholler-Niederlöhner und Karl Kaditzky.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Viel haben die Kreisräte miteinander auf den Weg gebracht. Der Landkreis Traunstein investierte in Schulen, senkte seine Schulden um ein Drittel und brachte die Kreiskliniken in eine zukunftsfähige Situation. Zum Dank erhielten sie die Landkreismedaille.

Traunstein/Chieming – Beim wegen Corona verspäteten „Feierabend“ dankte Landrat Siegfried Walch fünf Kreisrätinnen und 25 männlichen Kollegen, unter ihnen der im August 2021 verstorbene Hans Stoiber, für ihr langjähriges Engagement zu Gunsten des Landkreises und des Wohls seiner Bürger. In Gut Ising händigte Walch den zum Ende April 2020 aus dem Kreistag ausgeschiedenen Frauen und Männern die Landkreismedaille aus – je nach Zugehörigkeit in Silber oder „echtem“ Gold, wie er betonte.

Große Bedeutung des Ehrenamts betont

Zum ehrenden Gedenken an Hans Stoiber, der dem Kreistag von 2018 bis 2020 angehörte und dem posthum die Medaille in Silber verliehen wurde, erhoben sich alle Anwesenden. Im Rückblick auf die längst beendete Wahlperiode würdigte Landrat Walch die große Bedeutung des Ehrenamts: „Jeder, jede von Ihnen war nicht nur Mitglied des Kreistags, sondern in der Region aktiv – in dem Bereich, der ihr, ihm besonders am Herzen lag.“ Nur solche Menschen, die sich auch sonst engagierten, bekämen das Vertrauen der Bürger bei Wahlen.

Schlaglichtartig beleuchtete Siegfried Walch die großen Themen im Kreistag. Einigkeit habe geherrscht, bei der „Bildung“ einen wichtigen Schwerpunkt zu setzen. Neue Schulen seien gebaut, andere generalsaniert worden.

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Bei der Berufsschule I in Traunstein sei es um den Brandschutz gegangen: „Daraus wurde eine gescheite Sanierung.“ Mit dem Campus Chiemgau habe der letzte Kreistag ein großes Projekt beschlossen. Im „sozialen Bereich“ seien Pflegestützpunkte eingerichtet und die Jugendhilfe umstrukturiert worden durch verstärkte Prävention. Der Landrat erinnerte an die neue Kurzzeitpflegeeinrichtung in Trostberg, an den intensivierten Wohnungsbau durch den Landkreis, an die Sanierung der Kreiskliniken: „Hätten wir angesichts eines jährlichen Defizits nicht gemeinsam gehandelt, wären unsere Krankenhäuser nicht mehr in kommunaler Hand. In der Corona-Zeit waren wir froh darüber. Wir haben die leistungsfähigsten Kliniken in der Region.“

Landkreis Traunstein kauft Grundstücke

Neue Schwerpunkte gesetzt habe der Landkreis auch im Bereich „Wirtschaft“, fuhr Walch fort. Man habe Grundstücke gekauft. Die Umlagekraft wachse und werde heuer bei einer Steigerung von etwa 16 Prozent liegen. Ausbildung und Lehre habe der Landkreis gestärkt. Der Landrat weiter: „Und bei allem ist es uns gelungen, den Landkreis zu entschulden – von 73 Millionen auf rund 24 Millionen Euro Ende 2021. Gleichzeitig haben wir schrittweise die Kreisumlage gesenkt. Ihr könnt stolz sein, was wir als Mannschaft vollbracht haben.“

Das Gemeinwohl der Heimat im Blick

Ihm habe gefallen, wie man den gemeinsamen Weg gegangen sei. Dieser „Geist“ sei weitergegeben worden. Dem alten wie dem neuen Gremium sei es „stets um das Gemeinwohl unserer Heimat“ gegangen. Inhaltlich habe man manchmal „ein bisserl gehakelt“. Schön sei, wenn man sich hinterher wieder verstehe, so der Landrat.

Die Medaillen seien die höchsten Auszeichnungen, die der Landkreis vergeben könne: „Mehr gibt es nicht – nur den Ehrenring. Und den hat der emeritierte Papst.“ Siegfried Walch verwies auf die Tätigkeiten der Ex-Kreisräte in den verschiedenen Gremien, fand gleichzeitig für jede, jeden persönliche Worte und präsentierte manch passende nette Anekdote.

Die Geehrten:

Landrat Siegfried Walch zeichnete mit der Medaille in Silber – neben dem verstorbenen Hans Stoiber - Franz Obermeyer, Josef Heigenhauser, Peter Ober, Wolfgang Osenstätter, Sandra Sonntag, Bernd Gietl, Hans Gnadl, Benno Graf, Johann Hellmeier, Inge Kämpfl, Dirk Reichenau, Hans-Michael Weisky und Martin Czepan aus. Die Medaille in Gold überreichte Walch an Robert Aigner, Elisabeth Holzner, Rudi Jantke, Franziska Mayer, Franz Parzinger, Ernst Ziegler, Franz Helmberger, Markus Fröschl, Vitus Pichler, Hans Spiel, Karl-Ludwig Kaditzky, Waltraud Wiesholler-Niederlöhner, Alfons Baumgartner, Fritz Stahl und Hans Wembacher. Die beiden Letzteren wirkten von 1978 durchgehend bis 2020 im Kreistag, Alfons Baumgartner war von 1984 bis 2020 Kreisrat.

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