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Gleich mehrere Gründe zu feiern

OVB
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Für rund vier Millionen Euro will der Verein "Leben mit Handicap" in Stauden diese Wohnanlage mit Platz für 30 Behinderte bauen.

Nach den Sommerferien 2010 gab es gleich mehrere Gründe zu feiern: Das Förderzentrum zieht ins frühere Goethe-Institut, an der Franziska-Hager-Schule ist dadurch mehr Platz und die fast einjährige Bauzeit ist auch fast überstanden. Die Marktgemeinde begeht den 50. Jahrestag ihrer Ernennung zum Kneippkurort. Die Chiemgau-Zeitung erinnert in der heutigen vorletzten Folge ihres Jahresrückblicks an wichtige Ereignisse im September und Oktober.

September

Inspiration mit nackten Füßen: Prien feiert "50 Jahre Kneippkurort" und weiht den neuen Kneippweg ein. Er verbindet die einschlägigen Einrichtungen zwischen Eichental und Chiemsee auf einer 3,8 Kilometer langen Strecke. Ein neues Faltblatt und große Infotafeln an den Stationen sollen Einheimischen und Gästen die fünf Säulen der Lehre von Sebastian Kneipp näherbringen.

Vision nimmt Gestalt an: 21 Jahre nach der Gründung des Fördervereins des Kindergartens "Marquette" wird dessen große Vision greifbar. Gemeinde, Verein, Kirche und Diakonie verständigen sich auf einen Neubau neben dem alten, der dann abgerissen werden soll. Kurz vor Weihnachten wird die Regierung 875000 Euro Fördergelder für drei Krippengruppen mit 36 Plätzen zusagen - und weitere 290 000 Euro für den Kindergarten mit 50 Plätzen in Aussicht stellen. Insgesamt soll das Projekt knapp 2,4 Millionen kosten und bis 2013 fertig werden.

Schuljahresbeginn für 3127 Kinder und Jugendliche: Die Zahl zementiert einmal mehr den Ruf Priens als Schulstandort. Für genau 3127 Kinder und Jugendliche sind die Ferien zu Ende. Größte Bildungseinrichtung am Ort ist und bleibt das Ludwig-Thoma-Gymnasium mit 1069 Schülern, es folgen Realschule (670), Freie Waldorfschule (580), Franziska-Hager-Mittelschule (462) und Grundschule (211).

Die zahlenmäßig kleinste Schule hat Grund zu feiern. Das Förderzentrum des Landkreises bezieht nach Umbaumaßnahmen in den Ferien das ehemalige Goethe-Institut. 70 der 135 Kinder werden ab sofort dort unterrichtet. Im nächsten Jahr werden zwei verbliebene Außenstellen folgen - nur der Standort auf der Fraueninsel soll als "Filiale" erhalten bleiben.

Röselsberg I muss vom Netz: Weil der benachbarte Hang gegen das Gebäude drückt und schon Risse verursacht hat, muss der Wasserhochbehälter Röselsberg I vom Netz genommen werden. Er stammt aus den 1960er- Jahren und ist der älteste Frischwasserspeicher der Marktgemeinde, die von dort auch Teile Frasdorfs mitversorgt.

Später wird klar, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich wäre. Mit Verbesserungs- und Erweiterungsmaßnahmen des übrigen Versorgungsnetzes will die Gemeinde die Reparatur umgehen.

Oktober

Chiemsee-Schifffahrt putzt Hafen heraus: Ab Mai 2011 werden noch mehr Passagiere als sonst von Prien-Stock zur Herreninsel übersetzen. Dann beginnt die Landesausstellung "Götterdämmerung" zum 125. Todestag von König Ludwig II. Bis dahin soll der Hafen verschönert werden. Ein neues Infogebäude mit Kassen, Wartehalle und einer Aussichtsplattform wird fertig und der Bereich rundherum neu gepflastert. Nebenan laufen die Arbeiten am neuen Lokschuppen mit Werkstätten und Lagerräumen auf Hochtouren.

Rechtzeitig vor der Landesausstellung sollen unter anderem noch der alte Lokschuppen mit Kiosk und Warteraum abgerissen und ein neues Gleis zum künftigen Lokschuppen südlich der Werft gelegt werden.

Grünes Licht für Wohnheim: Nach monatelangen Diskussionen sagt der Bauausschuss Ja zum geplanten Bau einer Wohnanlage für Behinderte in Stauden. Der Verein "Leben mit Handicap" möchte dort 30 jungen Menschen in Wohngruppen ein betreutes, aber auch möglichst eigenständiges Leben ermöglichen. Wegen der ihrer Auffassung nach zu massiven Bebauung des 2000 Quadratmeter-Grundstücks mit einem dreigeschossigen, L-förmigen Komplex plus Terrassengeschoss regt sich Widerstand aus der Nachbarschaft. Die Bedenken können auch in einer eigens einberufenen Informationsveranstaltung wenig später nicht zerstreut werden.

Der Verein hofft auf die endgültige Baugenehmigung durch das Landratsamt Rosenheim, wenn der notwendige Bebauungsplan aufgestellt ist, und will im Februar anfangen. Über vier Millionen Euro sollen investiert werden.

von Dirk Breitfuß

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