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Neuer Kinofilm

Gisela Schneeberger und Marcus H. Rosenmüller bei Kinopremiere von „Beckenrand Sheriff“ in Traunstein

Stellten im Traunsteiner Bahnhofskino den neuen Streifen „Beckenrand Sherrif“ vor: Regisseur Marcus H. Rosenmüller und die Schauspieler Gisela Schneeberger und Dimitri Abold (von links).
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Stellten im Traunsteiner Bahnhofskino den neuen Streifen „Beckenrand Sheriff“ vor: Regisseur Marcus H. Rosenmüller und die Schauspieler Gisela Schneeberger und Dimitri Abold (von links).
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Zahlreiche Schauspieler kommen zur Vorstellung des aktuellen Films von Marcus H. Rosenmüller, „Beckenrand Sheriff“ nach Traunstein. Im Bahnhhofskino erzählen sie von der „verlorenen Heimat“ Freibad und den Sehnsuchtsgefühlen, die die Erinnerung an Sommertage wachruft.

Traunstein – Man fühlt sich zurückversetzt in Szenen der eigenen Kindheit. „Springen vom Beckenrand verboten!“ klingt es noch in den Ohren. Wer sich im Freibad voll Wagemut darüber hinwegsetzte, der lernte schnell den Bademeister kennen. Er war ähnlich gefürchtet wie der Hausmeister in der Schule.

Mit dem richtigen Schuss Nostalgie, viel Humor und dem Gespür für aktuelle Themen hat der oberbayerische Regisseur Marcus H. Rosenmüller seinen neuen Film „Beckenrand Sheriff“ in Szene gesetzt. Zusammen mit der bekannten und beliebten Schauspielerin Gisela Schneeberger, der Neuentdeckung Dimitri Abold und Produzentin Julia Rappold stellte der Filmemacher aus Tegernsee die neue Sommerkomödie jetzt im Traunsteiner Bahnhofskino vor.

Inbegriff der Heimat

Milan Peschel spielt darin mit Feuereifer den Schwimmmeister Kruse, der mit seiner Pedanterie allen gehörig auf die Nerven geht. Ausgerechnet ihm wird der von Abschiebung bedrohte afrikanische Flüchtling Sali Amadi (Dimitri Abold) als „Hilfs-Sheriff“ an die Seite gestellt. Dieser wäre auf seiner Flucht mit dem Boot fast ertrunken und ist noch traumatisiert von seinen Erlebnissen und kann gar nicht schwimmen – einer der wendungsreichen Handlungsstränge.

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Faszinierend ist, wie Rosenmüller das Freibad zum Inbegriff für Heimat werden lässt. Als die Institution durch den Baulöwen Albert Dengler (Sebastian Bezzel) ernsthaft vor dem Aus steht, ergeben sich ungewohnte Allianzen für eine Rettungsaktion. „Die Filme mit dem französischen Komiker Louis de Funès aus den 60er Jahren haben dabei Pate gestanden“, verriet Rosenmüller im Gespräch mit dem Traunsteiner Publikum. Nicht zuletzt das skurrile Sheriff-Gespann Peschel-Abold sorgt durch allerlei Missverständnisse immer wieder für überraschende Lacher.

Die strenge Bürgerrmeisterin

„Das war einer der tollsten Drehs mit Rosenmüller, wir hatten eine Riesengaudi“, erklärte Gisela Schneeberger vor der Leinwand des Bahnhofskinos. Sie gibt im Film die resolute, von knallharter Interessenspolitik geleitete Bürgermeisterin.

Auf die Frage, ob es ihr leichtgefallen ist, diese Rolle zu spielen, antwortete Schneeberger der Chiemgau-Zeitung: „Auf mich haben schon als Kind dominante Nachbarsfrauen eine Faszination ausgeübt, weil meine Mutter eher zurückhaltend war.“ Rosenmüller ergänzte: „Ich war selbst mal Gemeinderat und fand, sie hat als strenge Bürgermeisterin sehr überzeugend gewirkt.“ Schneeberger wiederum lobte den Regisseur, mit seiner Begeisterung die Schauspieler dazu animiert zu haben, immer wieder aus sich herauszugehen.

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Ob es daran lag, dass Rosenmüller das Schwimmbad selbst als „Begegnungsstätte“ und „Sehnsuchtsort“ beschrieb, an dem er selbst gefühlt die halbe Kindheit und Jugend verbracht habe? „Das wirkliche Leben spielt sich draußen ab, ob nun auf dem Volksfest oder eben im Schwimmbad als ein Stück bedrohte Heimat“, sagte dazu der Filmemacher.

Echte Entdeckung mit an Bord

Das Skript zum Film lieferte Jung-Autor Markus Pfeiffer, der damit einen Wettbewerb der Filmhochschule in München gewann, ließ Produzentin Julia Rapold zu den Hintergründen durchblicken. Eine echte Neuentdeckung ist auch der in München aufgewachsene Schauspieler Dimitri Abold, der den Flüchtling Sali spielt.

Der 26-Jährige mit jamaikanischen Wurzeln, der in New York Schauspiel studiert und in mehreren TV-Serien mitgewirkt hat, feilte mit einem Sprachcoach und im Gespräch mit Asylbewerbern am „Flüchtlings“-Akzent für den Film, wie er verriet. Als Pädagoge und Coach entwickelt er mit Kindern inzwischen eigene Theaterproduktionen.

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