Es ging um Gewalt, Respekt und Zivilcourage

Das Theaterstück erzählte von alltäglichen Situationen, in denen auch die Jugendlichen häufig Gewalt erleben. re

Prien – Schüler der fünften bis siebten Klassen der Kampenwand-Schule Prien erlebten in der Mensa das Theaterstück „HerzDame – SchwarzerPeter – FullHouse“, ein interaktives Theaterprojekt über Mobbing, Gewalt und Zivilcourage von der Theatergruppe „Trampelmuse“ aus München.

Der Auftritt wurde vor Ort durch die schuleigene Diplom-Sozialpädagogin Yvonne Stabe der Arbeiterwohlfahrt Rosenheim im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen organisiert.

Wer Action und Gewaltszenen erwartet habe, würde enttäuscht werden, empfing einer der Schauspieler das junge Publikum. Aber enttäuscht wurde trotzdem niemand: Eineinhalb Stunden waren die Schüler gebannt und begeistert. Das Theaterstück erzählte von alltäglichen Situationen, in denen auch die Jugendlichen häufig Gewalt erleben: der Streit ums Handy, ein kaputtes Fahrrad, Neid und Angeberei unter Freunden, Klassenkameraden oder Geschwistern und die Ausei nandersetzung mit Eltern und Lehrern. Gewalt wurde so in ihrer, bei den Schülern oft unterschätzten Form – der seelischen Gewalt – gezeigt: als kleine Stichelei, verbale Beleidigung oder schlicht Ausgrenzung, zum Beispiel aufgrund von Äußerlichkeiten.

Die Schüler konnten sich einfühlen in Personen, die Angst, Scham, Reue und Mitleid empfinden, und beteiligten sich rege, wenn sie zur Abstimmung aufgerufen oder sogar auf der Bühne agieren durften. Altersgerecht, in verständlicher Sprache und mit moderner Musik bewegte „Trampelmuse“ ihr Publikum sehr motivierend und schülernah zur Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt, Respekt und Zivilcourage.

Schulleiter Hans-Jürgen Brandl freute sich, dass das Theaterstück durch Sponsoren für die Klassen im Förderzentrum ermöglicht wurde. re

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