Gewerbesteuern werden gestundet

Grassau –. Gewerbesteuer-Vorauszahlungen werden auch in Grassau gestundet, vorausgesetzt der Betrieb kann Einbußen aufgrund der Corona-Krise nachweisen.

Dies beschloss der Marktgemeinderat einstimmig in der jüngsten Sitzung. Zunächst erinnerte Bürgermeister Rudi Jantke an die außerordentliche Bürgermeisterbesprechung gleich zu Beginn der Corona-Pandemie Mitte März. Landrat Siegfried Walch habe dabei auf die Möglichkeit der Stundung von Gewerbesteuer-Vorauszahlungen hingewiesen. Sollte die Gemeinde dadurch selbst in Liquiditätsprobleme geraten, kann die Kommune wiederum eine Stundung der Kreisumlagenzahlung in gleicher Höhe beantragen. Jantke bezeichnete die Möglichkeit der Gewerbesteuer-Stundung als sinnvolle Maßnahme. Bislang seien auch schon etliche Anträge eingereicht worden und allen wurden zugestimmt. Bis zu einer Summe von 10 000 Euro liege dies in der Zuständigkeit des Bürgermeisters. Es wäre gut, wenn Vorausleistungsbescheide auch in höherer Summe auf dem Bürowege erledigt werden könnten. Wer ohnehin wenig Einnahmen hat, solle nicht auch noch eine Vorauszahlung leisten müssen, so Jantke. Da sei es besser abzuwarten, wie sich das Jahr gestaltet. Einstimmig beschlossen wurde, dass der Erste Bürgermeister, künftig also Bürgermeister Stefan Kattari, vorerst bis zum Ende des Jahres 2020 auf Antrag die Gewerbesteuer-Vorauszahlung stunden kann. tb

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