Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


AUS DEM GEMEINDERAT

Gewerbesteuern in der Marktgemeinde Grassau gehen zurück

Um 2,5 Millionen Euro niedriger liegt der Haushalt der Marktgemeinde Grassau heuer, trotzdem können einige große Projekte gestemmt werden.
+
Um 2,5 Millionen Euro niedriger liegt der Haushalt der Marktgemeinde Grassau heuer, trotzdem können einige große Projekte gestemmt werden.
  • VonTamara Eder
    schließen

Die Schlüsselzuweisung sinkt um über 400.000 Euro, gleichzeitig steigt die Kreisumlage auf ein Rekordniveau von fast 3,9 Millionen Euro. Trotz geringerer Einnahmen gelingt es der Marktgemeinde Grassau aber heuer wieder, große Investitionen zu tätigen.

Grassau – „Das ist kein Rekordhaushalt, er ist aber grundsätzlich solide. Trotz Corona-Pandemie bleibt ein Handlungsspielraum. Das sorgsame Wirtschaften der letzten Jahrzehnte setzen wir fort“, sagte Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. Einstimmig verabschiedete das Gremium das Zahlenwerk samt Satzung.

Gemeinde beschäftigt über 100 Mitarbeiter

Der Gesamthaushalt umfasse 23,2 Millionen Euro, darunter 15,8 Millionen im Verwaltungshaushalt und 7,4 Millionen im Vermögenshaushalt. Mit einer Jahresgesamtsumme von über 23 Millionen Euro und über 100 Beschäftigten sei die Gemeinde so etwas wie ein mittelständiges Unternehmen, sagte Kattari. „Wir investieren dieses Jahr fast sieben Millionen Euro und bis zum Jahr 2024 werden es sogar 17 Millionen sei“, betonte der Rathauschef.

1,6 Millionen Euro für das Feuerwehrhaus in Rottau

800.000 Euro werden laut Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) heuer in das Schulprojekt investiert. Die neue Tageskinderstätte wird mit einer Million und die Schulcontainer mit 270 000 Euro berücksichtigt. Für den Mietwohnungsbau werden dieses Jahr 900.000 Euro bereit gestellt und für das Feuerwehrhaus Rottau 1,6 Millionen Euro.

Der Anbau an das Pfarrheim Rottau schlägt mit 150.000 Euro zu Buche schlagen. Weitere 320.000 Euro werden in Ersatzbeschaffungen für den Bauhof investiert. Zudem sind für Tiefbaumaßnahmen 920.000 Euro und für den Kanal 73.000 Euro vorgesehen. Kattari dazu: „Wir erfüllen alle Pflichtaufgaben und setzen unsere freiwilligen Leistungen fort. Auch die steuerlichen Hebesätze bleiben unverändert“, betonte er.

Die Coronakrise schlägt sich auf die Steuereinnahmen nieder

Die freie Finanzspanne für Investitionen falle heuer mit 863.000 Euro gering aus. Dies liege an den sinkenden Steuereinnahmen infolge der gegenwärtigen Krise, die sich sowohl in der Gewerbesteuer wie auch in der Einkommenssteuerbeteiligung niederschlägt.

Die Gewerbesteuer wird mit 1,8 Millionen angesetzt, also um 700.000 Euro weniger als im Vorjahr. Die Einkommenssteuerbeteiligung wird auf 3,54 Millionen Euro geschätzt und ist damit um 30.000 Euro geringer.

Kreisumlage auf Rekord-Niveau

Was sich auf den Haushalt auswirkt, so Kattari, ist die geringe Schlüsselumlage von 1,95 Millionen Euro, die gegenüber dem Vorjahr um 418 000 Euro gesunken ist. Dafür muss Grassau eine Rekord-Kreisumlage von 3,87 Millionen Euro, also 353 000 Euro mehr als 2020 abführen. Verantwortlich sind die guten wirtschaftlichen Vorjahre, die zur Berechnung dienen.

Der Rücklagenstand von 3,5 Millionen Euro wird sich bis zum Ende des Jahres auf 346 000 Euro reduzieren. Die Schulden steigen von derzeit 2,3 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro. Im Abgleich zwischen Schulden und Rücklagen ist die Gemeinde noch mit 1,23 Millionen im Plus, wird aber Ende des Jahres auf 3,55 Millionen ins Minus rutschen.

Trotz sparsamen Kurses kommt die Kultur nicht zu kurz

„Wer den Haushalt liest, sieht, dass die Mittel für Familien, Schule, Kindergärten, Jugendliche, Jugendarbeit, bezahlbaren Wohnraum und in öffentliche Sicherheit sowie in die Umwelt investiert wird“, so Kattari. Einen besonderen Stellenwert im Haushalt nehme zudem das kulturelle Angebot der Gemeinde ein. Er erinnerte an die Ausgaben und Förderung von Musikschule, Museum, Kulturleben Hefter. Zudem hob er die finanziellen Aufwendungen für die Sanierung der Pfarrkirche Rottau, an der sich die Gemeinde beteiligt, wie auch die Mittel für den Chronikkreis hervor.

Über zwei Millionen Euro an Kredit notwendig

Um den Vermögensaushalt ausgleichen zu können, ist eine Kreditaufnahme von 2,03 Millionen Euro erforderlich. Laut Kattari könne sich der Betrag jedoch um 400 000 Euro reduzieren, da sich der letztjährige Haushalt um diese Summe besser darstellt. Die endgültigen Daten liegen noch nicht vor.

Trotz rückläufiger Gewerbesteuer investiert die Marktgemeinde Grassau kräftig. Eder

Kämmerer Tobias Gasteiger fasste die Haushaltszahlen zusammen, informierte, dass das Haushaltsvolumen von 23,2 Millionen um 2,5 Millionen geringer sei als im Vorjahr. Für die Musikschule werden 182  550 Euro ausgegeben. Für die Kindergärten zahlt die Gemeinde rund 900.000 Euro und für die Grund- und Mittelschule mit Turnhallen werden knapp 500.000 Euro fällig.

Im Bereich Jugend-Familie leistet die Gemeinde einen Beitrag von 112.350 Euro und für den Tourismus werden 144.000 Euro ausgegeben. Auch der Stellenplan wurde aufgelegt. Die Zahl der Beschäftigten erhöht sich um zwei Personen auf insgesamt 108, wobei sich vier in Altersteilzeit befinden.

Investitionen über dem Durchschnitt

Er ergänzte, dass vom bayrischen kommunalen Prüfungsverband bestätigt wurde, dass die Gemeinde trotz unterdurchschnittlicher Einnahmen seit Jahren in der Lage sei überdurchschnittliche Investitionen zu leisten. „Bei aller Zuversicht gilt es weiterhin die Entwicklung der Einnahmen im Blick zu halten“, so Kattari wörtlich. Auch die Ausgaben müssen genau geprüft werden, damit die besonnene Haushaltspolitik fortgesetzt werden könne.

Ohne Diskussion nahm der Rat den Haushaltsplan mit Investitionsplan an und beschloss die Haushaltssatzung.

Mehr zum Thema

Kommentare