Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Die Gewerbeschau ist "klasse"

OVB
+
Die 17. Gewerbeschau Truna in Traunstein eröffneten am gestrigen Mittwoch zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik.

Traunstein - Die Gewerbeschau Truna in Traunstein hat am gestrigen Mittwoch ihre Tore geöffnet. Bis einschließlich Montag geben über 200 Anbieter und Aussteller aus dem Landkreis Traunstein und der Umgebung in zwölf Messehallen auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße einen Einblick in die regionale Wirtschaft.

Eine Sonderausstellung widmet sich auf über 2000 Quadratmetern dem Thema "Der Garten im Herbst". Auch eine Landwirtschaftsausstellung ist zu sehen.

Der Gewerbeverband Traunstein und Umgebung hatte auch diesmal wieder die Truna auf den Weg gebracht. Im Beisein vieler Bürgermeister freute sich Vorsitzender Franz Ober gestern, dass gleich zum Auftakt der Messe so viele Besucher gekommen seien. "Wir sind heute schon voll - trotz des Wochentages."

In Anspielung auf die regelmäßig anwesende chinesische Delegation sprach er von einer "weltweiten Präsenz" auf der Gewerbeschau in Traunstein. Er lobte die Stadt für die konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen der Truna, die seit 1979 die Orion Ausstellungsgesellschaft Teising regelmäßig offiziell veranstalte. Gemeinsam habe man die Messe mit den Jahren zu einer attraktiven Leistungsschau entwickelt.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sagte, man sei von Seiten der Stadt Traunstein sehr stolz, den Mittelstand und das regionale Gewerbe präsentieren zu können. Besucher würden auf der Truna "Betriebe, die den Landkreis stark machen und unsere Region prägen," finden. Die Stadt sei stolz, Gastgeber zu sein. Der regionale Mittelstand beeindrucke durch seine Arbeits- und Innovationskraft. "Im Mittelstand liegt die Zukunft des Chiemgaus", betonte das Stadtoberhaupt.

Landrat Hermann Steinmaßl erläuterte die guten wirtschaftlichen Rahmeneckdaten im Landkreis Traunstein, der mit aktuell 2,8 Prozent Arbeitslosigkeit, einer faktisch nicht vorhandenen Jugendarbeitslosigkeit und einer hohen Nachfrage nach Fachkräften exzellente Zahlen vorweisen könne. "Das ist ein Zeichen, wie gut unsere Region dasteht."

Kaum ein anderer Landkreis sei Anfang 2010 so schnell wieder aus der Finanz- und Wirtschaftskrise herausgekommen. Dies sei den leistungsfähigen Firmen der Region zu verdanken. Anschließend ließ es sich der Landrat nicht nehmen, ein Stück der Musikkapelle Fridolfing selbst zu dirigieren.

Die Hauptrede anlässlich der Eröffnung der Truna, die im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet, hielt der Präsident des "Bundes der Selbstständigen - Gewerbeverband Bayern", Ingolf Brauner. Er lobte das Engagement der Initiatoren und Beteiligten: "Das, was hier gezeigt wird, ist klasse." Der Erfolg einer solchen Gewerbeschau wie auch der gewerblichen Wirtschaft insgesamt sei nur im Dialog zwischen Verbänden, Firmen und Bürgern möglich.

Massive Kritik äußerte er an der seiner Überzeugung nach überschäumenden Bürokratie: "Da führen Regulierungen zum Strangulieren." Am Beispiel des Reformentwurfs des Steuerrechtlers Paul Kirchhof machte er deutlich, dass man Vereinfachungsmodelle umsetzen müsse, um die rund 40000 Verordnungen, denen sich die Firmen und Selbstständigen gegenüber sehen würden, einzudämmen. Es gäbe eine "Spirale des fortgesetzten Bürokratieaufschwungs".

Der Politik auf Bundes- und Landesebene stellte er kein gutes Zeugnis aus. Das "gegenseitige Blockieren" habe eine "selbsttragende Eigendynamik" entwickelt. Der Staat verdiene mit bürokratischen Maßnahmen Geld und habe deshalb wenig Interesse an deren Reduzierung. "Bürokratie ist ein verkapptes Geschäftsmodell, mit dem der Staat Geld verdient."

Die Basis einer erfolgreichen Geschäftsbeziehung sei gegenseitiges Vertrauen. Diese Grundlage könne kein Interneteinkauf oder Hochglanzkatalog ersetzen, so Brauner weiter. Gerade die Truna sei eine gute Möglichkeit, dass sich Geschäftspartner und ihre Kunden gegenseitig kennenlernen. Im Gespräch könne Vertrauen wachsen.

Nach einem Weißwurstessen begaben sich die Vertreter des Gewerbes und der Politik gemeinsam auf einen Rundgang.

Die Gewerbeschau ist bis einschließlich Montag täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

wz/Chiemgau-Zeitung

Mehr zum Thema

Kommentare