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Weiterbildung der Feuerwehren

Gewappnet für LKW-Unfälle – Tagesseminar für schwere technische Rettungen begeistert die Teilnehmer

32 Teilnehmer der heimischen Feuerwehren hatten die Möglichkeit die Unfallrettung „in einer größeren Dimension“ zu trainieren. So hatte der Kreisfeuerwehrverband Traunstein in Holzhausen und Trostberg jeweils ein Tagesseminar „Technische Hilfeleistung bei LKWs“ angeboten.
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32 Teilnehmer der heimischen Feuerwehren hatten die Möglichkeit die Unfallrettung „in einer größeren Dimension“ zu trainieren. So hatte der Kreisfeuerwehrverband Traunstein in Holzhausen und Trostberg jeweils ein Tagesseminar „Technische Hilfeleistung bei LKWs“ angeboten.

32 Teilnehmer der heimischen Feuerwehren erlernen die Unfallrettung „in einer größeren Dimension“. Eine Musterlösung gibt es aufgrund der Komplexität aber nicht.

Trostberg/Holzhausen – Nicht nur auf den Autobahnen auch auf Landstraßen nimmt der Schwerverkehr zu. Die Feuerwehren werden immer wieder zu Sicherungsmaßnahmen und Technischen Hilfeleistungen gerufen und kommen stets dann zum Einsatz, wenn es sich um schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen handelt. In Trostberg und Holzhausen fanden dazu Tagesseminare des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein statt, an dem sich insgesamt 32 Einsatzkräfte das nötige Wissen rund um die Technische Hilfe samt Menschenrettung aus den großen Zugfahrzeugen aneignen konnten.

Praktischen Übungen stehen im Fokus

Als Ausbilder wurde dazu Axel Topp von der Berufsfeuerwehr Nürnberg engagiert, der den Teilnehmern die wesentlichen Inhalte näherbringen konnte. Der Brandamtmann und hauptamtliche Sachgebietsleiter verfügt über viele Jahre Berufserfahrung zum Thema „Technische LKW-Rettung“ und ist in Feuerwehrkreisen ein anerkannter Ausbilder. Im Lehrgang wird bewusst darauf geachtet, dass die praktischen Übungen im Fokus stehen, um den Teilnehmern die notwendigen Maßnahmen sowie die notwendigen Abläufe durch angewendete Praxis zu vermitteln.

„Die Fahrzeughöhen von bis zu 3,90 Meter und eine Sitzhöhe der Insassen von rund zwei Metern über den Boden unterscheiden sich deutlich von der Menschenrettung aus einem PKW“, erklärt der Fachberater „Technische Hilfeleistung“ Matthias Seidenfuß vom Kreisfeuerwehrverband und ergänzt, „Bei diesen Gegebenheiten wird eine schnelle Rettung von verletzten Personen ungleich schwieriger“.

Aus diesem Grund hat man sich dazu entschieden, das Thema als Speziallehrgang im Ausbildungsangebot des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein anzubieten. Bei den praktischen Übungen am Fahrzeug mussten sich die Teilnehmer zunächst einen Zugang verschaffen und eine sogenannte Rettungsplattform – also ein Plateau - als erhöhte Arbeitsfläche in Stellung bringen, ehe sie unter Einsatz von schweren Rettungsgeräten wie Schere, Spreizer oder Rettungszylindern einen Zugang in die Fahrgastzelle schaffen konnten. Mit vereinten Kräften wurden die Insassen nach den notwendigen Arbeiten aus ihrer misslichen Lage befreit und mittels Trage gerettet. Schwerpunkte waren sowohl die einsatztaktischen Grundlagen bei der patientenorientierten technischen Rettung, aber auch die besonderen Gefahren für Einsatzkräfte und Patienten.

Durch den Ausbilder wurden den Teilnehmern zahlreiche alternative Möglichkeiten an die Hand gegeben und der Arbeitsfluss immer wieder gezielt unterbrochen, um die Varianten zu erläutern und Raum für Diskussionen oder neue Ideen zu schaffen. „Gerade als Einsatzleiter aber auch die Einsatzkraft am Unfallfahrzeug braucht das Wissen und verschiedene Möglichkeiten zur Herangehensweise, da ja kein Unfall dem anderen gleicht“, so Matthias Seidenfuß.

An den zwei Ausbildungstagen konnten insgesamt 32 aktive Frauen und Männer der Feuerwehren Trostberg, Wonneberg, Pittenhart, Chieming, Seeon, Altenmarkt, Tengling, Pietling, Kay, Tittmoning, Traunreut, Obing, Haslach, Reit im Winkl, Holzhausen, Siegsdorf, Grabenstätt, Nußdorf, Inzell, Kammer und Unterwössen den Lehrgang besuchen und wertvolle Kenntnisse zur technischen Rettung aus einem LKW sammeln.

„Das Feedback der Teilnehmer war durchweg begeistert“, freut sich Matthias Seidenfuß und ergänzt, „deshalb wird es auch im Jahr 2023 erneut dieses Angebot geben“. Die Vorbereitungen jedenfalls laufen bereits und die Verantwortlichen sind bereits auf der Suche nach „Schrott-LKW´s“, die während der Seminare als Übungsfahrzeuge dienen.

Eine Musterlösung gibt es nicht

Zum Abschluss des Lehrgangs waren sich alle Beteiligten einig. „Eine Musterlösung gibt es bei Unfällen mit LKW´s nicht, dennoch bedarf es Wissen und Techniken, die im Falle eines Falles helfen können, die Herausforderungen zu meistern“, so der Tenor aus den Reihen der Teilnehmer. „Mich freut es jedenfalls, dass dieses Angebot zu gut genutzt wird und wir stets viele Anmeldungen zu diesem Seminar haben“, so der Organisator Matthias Seidenfuß abschließend.

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