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GEMEINDERAT

Gestaltung der Ortsdurchfahrt

Eine Planskizze zur Neugestaltung der B305 am nördlichen Ortseingang mit neuer großer Verkehrsinsel vor der Einfahrt zum Gewerbegebiet.  giesen
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Eine Planskizze zur Neugestaltung der B305 am nördlichen Ortseingang mit neuer großer Verkehrsinsel vor der Einfahrt zum Gewerbegebiet. giesen

Mit der Gestaltung der Ortsdurchfahrt der B305 hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ausführlich befasst und nächste Schritte festgelegt.

Marquartstein – Gerhard Hajer von der Planungsgruppe Strasser in Traunstein stellte mehrere Varianten für die Gestaltung vor – angefangen vom Ortseingang im Norden ab dem Gewerbegebiet bis zum Ortsausgang im Süden bei der Abzweigung nach Schleching. Ziel der Planung sei es, den Verkehr zu verlangsamen und bessere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Wo möglich, soll die Fahrbahn auf 6,50 Meter Breite verengt werden. Der gerade Straßenverlauf wird durch Verschwenkungen aufgehoben, mehrere Querungshilfen, eine weitere Ampel und ein Kreisverkehr sollen kommen.

Zwei Maßnahmen sind geplant, um die Geschwindigkeit bereits am nördlichen Ortseingang zu drosseln. So soll bei der ersten Abbiegung ins Gewerbegebiet auf Höhe der Windeckstraße eine größere Verkehrsinsel gebaut und die Fahrbahn leicht verschwenkt werden. Etwa 160 Meter weiter wird die bestehende kleine Verkehrsinsel leicht verbreitert, damit Fußgänger die Straße besser queren können. Toni Entfellner wollte wissen, ob an dieser Stelle die Option einer Unterführung für Fußgänger Richtung Sportplatz geprüft worden sei. Hajer sagte, erfahrungsgemäß würden viele Unterführungen nicht angenommen. Abgesehen vom Kostenfaktor wäre es an dieser Stelle platzmäßig schwierig, die erforderlichen barrierefreien Abgänge für die Unterführung unterzubringen.

Ob die vom Ingenieur vorgeschlagene Kreuzung zwischen Hochlerchstraße und Enzianstraße geschaffen wird, ist noch nicht entschieden. Klaus Hell und Peter Lloyd halten die jetzt bestehende versetzte Einmündung dieser Straßen in die B 305 für besser. Der Bereich soll nochmal im Detail betrachtet und mit Polizei und Straßenbauamt diskutiert werden.

Parkplatz wird verlegt

Eine größere bauliche Veränderung ist die Verlegung des bestehenden Parkplatzes unterhalb des Forstamts auf die gegenüberliegende Seite. Hier soll ein von der Fahrbahn abgetrennter Streifen mit Querparkplätzen entstehen, der durch eine östliche Zufahrt erreichbar ist und auch die Einfahrt in die anliegenden Grundstücke ermöglicht. Die dort parkenden Besucher sollen die Geschäfte im Ortszentrum leichter erreichen können. Gegenüber – unterhalb des Forstamts – entstehen zusätzlich Längsparkplätze, so dass die Anzahl der Parkplätze erhalten bleibe, erläuterte Hajer. Durch die Verlegung des großen Parkplatzes auf die andere Seite entstehe kurz nach dem Gebäude Hammerschmid wieder eine leichte Schwenkung der Fahrbahn nach Westen, so dass diese nicht mehr kerzengerade Richtung Süden führt. Eine weitere kleine Verkehrsinsel sei als Querungshilfe vor der Einmündung in die verkehrsberuhigte Zone der Staudacher Straße vorgesehen, außerdem einige Längsparkplätze vor der Buchhandlung Mengedoht.

Grundsätzliche Bedenken wegen der geplanten Längsparkplätze äußerte Hans Hacher, da der Verkehr dadurch zu stark zurückgestaut werde. Hajer entgegnete, dass man in anderen Gemeinden gute Erfahrungen damit gemacht habe.

Die beiden Busparkplätze vor dem Rathaus und gegenüber dem Hinterberger Bau bleiben erhalten, sollen aber im Hinblick auf Barrierefreiheit verbessert werden. Auf Höhe des Hinterberger-Baus soll außerdem eine weitere Ampel für Fußgänger entstehen, die mit der bestehenden Ampel am Rathaus gleichgeschaltet ist. Auf Nachfrage von Klaus Hell erklärte Hajer, dass die Verlegung der Busbucht vor die Buchhandlung Mengedoht verkehrstechnisch nicht möglich sei, weil zu wenig Schwenkradius und Platz für die Busse vorhanden sei.

Weiter wurde in der Sitzung beschlossen, dass der westliche Geh- und Radweg auf Höhe des Gasthofs „Prinzregent“ in Richtung Süden direkt neben die Fahrbahn verlegt wird. Bereits im Vorjahr beschlossen wurde der neue Kreisverkehr an der Kreuzung Schlechinger-, Lanzinger- und Bundesstraße. Damit soll die lange, gerade Straße Richtung Unterwössen unterbrochen und Verkehrsstauungen besonders am Morgen vor Schulbeginn entzerrt werden.

Entgegen der ersten Planung von 2016 soll jedoch der Kreisverkehr leicht nach Norden verschoben werden. Schon seit längerer Zeit führe die Gemeinde nun Verhandlungen zum Grunderwerb, erläuterte Bürgermeister Andreas Scheck. Bei den Einmündungen der kreuzenden Straßen in den Kreisverkehr seien jeweils kleine Verkehrsinseln als Querungshilfen vorgesehen.

Im weiteren Verlauf der Bundesstraße Richtung Unterwössen soll auf der Westseite ein drei Meter breiter Geh- und Radweg kommen. Da die Fahrbahn verschmälert wird, sei genügend Platz. Der bestehende schmale und nicht durchgängige Gehweg auf der Ostseite falle weg. Im Ortsteil Wuhrbichl kommt auf Höhe der östlichen Bushaltestelle ebenfalls eine Querungshilfe. Von dieser Bushaltestelle auf der östlichen Seite Richtung Achenbrücke sei ein Gehweg vorgesehen, besonders für die Schüler des Landschulheims.

Umsetzung voraussichtlich 2019

Auf Grundlage der gefassten Beschlüsse sollen Planungsbüro und Verwaltung die Planungen nun weiter ausarbeiten. Abschließend sagte Scheck, er sei sicher, dass es eine große Verbesserung für den Ort ist, wenn – voraussichtlich im Jahr 2019 – die Umsetzung erfolgt.

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