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Gefährdung zu groß

Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Inzeller B306 umstritten

Die Gemeinde Inzell hätte das Ortsschild und somit eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h gerne vor der Einmündung zur Max Aicher Arena. Dies ist jedoch nicht im Sinne der Unteren Verkehrsbehörde.
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Die Gemeinde Inzell hätte das Ortsschild und somit eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h gerne vor der Einmündung zur Max Aicher Arena. Dies ist jedoch nicht im Sinne der Unteren Verkehrsbehörde.

Die Geschwindigkeitsanpassung auf 60 km/h auf der Inzeller B306 seien zu laut für Anwohner und zu gefährlich für Kinder, so lauten viele Meinungen aus dem Gemeinderat. Da sich die Gemeinderäte nicht einigten, soll nun ein Jurist zurate gezogen werden.

Von: Helmuth Wegscheider

Inzell – Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B306 war ein lang diskutiertes Thema bei der Inzeller Gemeinderatsitzung. Die Inzeller sind sich zwar grundsätzlich einig über die zukünftige Lösung, allerdings wird dies von der Unteren Verkehrsbehörde anders gesehen.

Seit 22 Jahren wollen die Gemeinde Inzell sowie Anwohner die Festlegung „geschlossene Ortschaft“ auf der B 306 vom Ortsausgang bei der Tankstelle auf Höhe der Einfahrt Eisstadion/Max Aicher Arena verlegen. Die rechtlichen Voraussetzungen einer zumindest einseitigen Bebauung seien erfüllt, so die Gemeinde. Dadurch wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung möglich.

Diese Maßnahme würde die Verkehrssicherheit erhöhen und darüber hinaus die Lärmbelastung vermindern. Mit der Einfahrt zur Max Aicher Arena und der Einmündung zum Wertstoffhof und dem neuen Gewerbegebiet ist das Verkehrsaufkommen mit Kreuzungen nicht geringer geworden. Vor allem Schulkinder und Sportler, die von der Sulzbacher Straße kommen und die B306 überqueren, sind gefährdet.

Eine Lösung gibt es noch nicht

Nun wurde von der Unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt mitgeteilt, dass das Ortsschild auf Höhe der Max Aicher Arena verlegt werden kann. Voraussetzung ist jedoch, dass die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h festgesetzt wird. Dies bedeutet für die Ortsdurchfahrt eine geringe Geschwindigkeitserhöhung, dafür fällt aber laut Verkehrsbehörde Brems- und Beschleunigungslärm weg. Eine Beschränkung auf 50 km/h komme aus Sicht der Behörde wegen der langen Strecke nicht in Frage.

Bürgermeister Hans Egger erklärte, dass man die Vorgabe der Unteren Verkehrsbehörde als Kompromisslösung sehen müsse: „Das Thema der Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es ja schon lange, und auch Anwohner haben schon viele Briefe geschrieben an höhere Stellen wie an das Innenministerium. Doch eine Lösung, wie wir uns das vorstellen, gibt es noch nicht“. Auch andere Behörden müssen einer zukünftigen Regelung noch zustimmen.

Annemarie Walch (CSU) sieht Schwierigkeiten beim Einfahren auf die B306 von der Adlgasser Straße aus. „Beim Linksabbiegen ist es jetzt schon nicht immer ganz einfach und bei 60 km/h wird das bestimmt nicht einfacher.“ Maxi Bacher (Junge Liste) brachte die Geräuschemission im Dorf zur Sprache, die bei 60 km/h nicht geringer wird. Das sieht auch Sepp Tratz (CSU) so, der die 50 km/h beibehalten will.

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Auch Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) befürchtet eine größere Lärmbelastung und nannte als Beispiel Karlstein mit der 50er Strecke. Geschäftsführer Walter Neudecker entgegnete, dass dagegen eine Klage läuft, da das rechtswidrig sei.

Sepp Rieder (CSU) wies darauf hin, dass die Leitplanke gegenüber der Sulzbacher Straße eine Verschlechterung für Kinder zum Überqueren sei. „Das Ortsschild zur Max Aicher Arena zu verlegen wäre ein erster Schritt, denn die Sportstätte ist viel besucht und die Kinder sind permanent gefährdet, wenn sie über die Straße gehen“. Zweiter Bürgermeister Michael Lorenz war entsetzt über die Lösung des Landratsamts: „Es ist eine ständige Gefahr für Kinder, und diese muss minimiert werden“.

Es gab bereits Treffen mit Anwohnern, Vertretern der Polizei und dem Landratsamt, aber es kam zu keiner Lösung, weil es kein Unfallschwerpunkt ist. Bei 60 km/h wären die Fahrer aus Toleranzgründen auch etwas schneller unterwegs.

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