Geschäftsstelle nach Ruhpolding verlegt

Der neue Leiter des Holzknechtmuseums in der Laubau: Simon Hamper tritt am Montag seine Stelle an.
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Der neue Leiter des Holzknechtmuseums in der Laubau: Simon Hamper tritt am Montag seine Stelle an.

Ruhpolding – Simon Hamper ist neuer Leiter des Holzknechtmuseums in der Laubau. In der Sitzung des Zweckverbands Holzknechtmuseum Ruhpolding, dem der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Traunstein und die Gemeinde Ruhpolding angehören, wurde Ende letzten Jahres beschlossen, die bisherige langjährige Leiterin des Holzknechtmuseums Monika Kotzi abzulösen.

Am 1. Februar wird er seine neue Teilzeitstelle antreten. Neu ist auch, dass das Büro des Museumsleiters ab sofort im Holzknechtmuseum sein wird, nicht mehr im Landratsamt.

Da sie zugleich für alle nicht staatlichen Museen im Landkreis Traunstein zuständig ist, sei die Arbeitsbelastung für das Museum in der Laubau zu viel für die bisherige Leiterin geworden, informierte Landrat Siegfried Walch (wir berichteten). Die zuerst vom Zweckverband gewählte Kandidatin hatte wieder abgesagt, deshalb konnte der Vertrag mit Simon Hamper erst kürzlich unterzeichnet werden.

Lehrauftrag an der Universität Erlangen für Zeitgeschichte

Simon Hamper wurde 1987 in Erlangen geboren und wuchs in Herzogenaurach auf. Er studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt, wandte sich aber nach dem ersten Staatsexamen zunehmend der Museumsarbeit zu. Er absolvierte eine musumspädagogische Zusatzausbildung in Nürnberg und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Levi Strauss Museum in Buttenheim.

Derzeit schreibt der 28-Jährige an seiner Doktorarbeit zu dem historischen Thema „Stadtpatron im Wandel der Zeit“. Seit einem Jahr hat er außerdem einen Lehrauftrag an der Universität in Erlangen für fränkische Landesgeschichte.

Simon Hamper hat eine enge Beziehung zur Natur, unternimmt oft Waldspaziergänge, erzählt er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Er freut sich darauf, in seiner neuen Stelle eigene Museumsprojekte umsetzen zu können.

Seit 15 Jahren haben seine Eltern eine Ferienwohnung in Reit im Winkl, wo er jetzt wohnen wird. Vorerst ist sein Vertrag als Museumsleiter auf zwei Jahre befristet mit der Option auf Verlängerung. gi

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