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Wohnraum in der Bauernberger Straße

Geplanter Neubau in Prien ist Mehrheit im Bauausschuss zu groß

Wer die Bauernberger Straße bergauf Richtung Trautersdorf fährt, schaut genau auf das Haus, das abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden soll. Der Bauausschuss findet die Planung zu massiv und hat sie abgelehnt.
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Wer die Bauernberger Straße bergauf Richtung Trautersdorf fährt, schaut genau auf das Haus, das abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden soll. Der Bauausschuss findet die Planung zu massiv und hat sie abgelehnt.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Der Priener Bauausschuss hat mit knapper Mehrheit ein geplantes Haus mit vier Appartements und einer Wohnung an der Bauernberger Straße abgelehnt. Man findet das Vorhaben zu massiv und will „keinen Bezugsfall“ schaffen.

Prien – Die Sorge vor Nachahmern hat eine knappe Mehrheit im Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderats bewogen, den Antrag für einen Neubau mit vier Appartements und einer Wohnung an der Bauernberger Straße 11 mit 5:4 Stimmen abzulehnen.

Der Neubau hätte eine Grundfläche von 310 Quadratmetern gehabt. Zusammen mit einer nördlich anschließenden, eingeschossigen Maschinenhalle hätte sich laut Alexander Zenk von der Bauverwaltung ein Komplex mit 600 Quadratmetern Grundfläche ergeben. In der näheren Umgebung gebe es kein Grundstück mit einer so großflächigen Bebauung, erläuterte Zenk und nannte in der jüngsten Sitzung einige Beispiele aus der Nachbarschaft. Weil das Grundstück im Innenbereich liegt, ist die Umgebungsbebauung maßgeblich. Antragsteller können sich immer an dem jeweils größten Objekt orientieren. Würde der Bauausschuss das Vorhaben genehmigen, könnte das Nachahmer auf den Plan rufen.

Dimension „runterbekommen“

Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) war „zwiegespalten“. Er verwies auf große Gebäude beiderseits des fraglichen Grundstücks. Im Sinne der gewollten Nachverdichtung im Innenbereich „wird das öfter der Fall sein, dass ein Neubau größer ist als der Bestand“. Für ihn hätte sich der beantragte Bau an dieser Stelle noch eingefügt.

Sein Stellvertreter sah das ganz anders. Zweiter Bürgermeister Michael Anner (CSU) erinnerte an andere Bauwünsche aus jüngerer Vergangenheit in diesem Gebiet. Der vorige Bauausschuss habe stets versucht, die Dimensionen „runterzubekommen“. Er sei froh, wenn an dieser Stelle ein neues Gebäude entstehe, aber „bitte etwas kleiner“.

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Auch Sonja Werner (Grüne) war der Neubau zu massiv, es gäbe auf den Grundstück „fast keine Freifläche mehr“, gab sie zu bedenken.

Nur drei Ausschuss-Mitglieder stimmen dem Antrag zu

Gunther Kraus (CSU) pflichtete Anner bei. „Wenn wir da nochmal einen größeren Bezugsfall bekommen, besteht die Gefahr eines Sogs“, warnte er vor Nachahmern. Wer die Bauernberger Straße bergauf in Richtung Trautersdorf geht oder fährt, blickt direkt auf das Einfamilienhaus, das abgerissen werden soll.

Am Ende der Diskussion schlossen sich nur drei Ausschussmitglieder (Leonhard Hinterholzer/Grüne, Martin Aufenanger/ FW/FWB und Julia Niemeyer/Bürger für Prien) Friedrich an und gaben dem Bauantrag grünes Licht. Die knappe Mehrheit (Anner, Kraus, Werner, Hans Wallner/CSU und Gerhard Fischer/ÜWG) lehnte den Antrag ab.

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