ENTWICKLUNGSHILFEPROJEKT

Der Gemüseanbau in Musa läuft

Bis aus den kleinen Pflänzchen Tomaten werden, dauert es noch. Doch Babakar Sadikh Segnane ist der Gemüseanbau wichtig. Der Senegalese hatte schon als Kind in der Landwirtschaft mitgearbeitet und sein Wissen in Prien erweitert, um es jetzt in seiner Heimat anzuwenden. re
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Bis aus den kleinen Pflänzchen Tomaten werden, dauert es noch. Doch Babakar Sadikh Segnane ist der Gemüseanbau wichtig. Der Senegalese hatte schon als Kind in der Landwirtschaft mitgearbeitet und sein Wissen in Prien erweitert, um es jetzt in seiner Heimat anzuwenden. re

Prien – Drei Monate ist es her, dass Babakar Sadikh Segnane nach zwei Jahren in Prien in seine Heimat im Senegal zurückgereist ist.

Seither hat der 32-Jährige in seinem Heimatort Musa viel in die Wege geleitet, um die Landwirtschaft seiner Vorfahren wieder in Gang zu bringen. Was genau sich seither getan hat, erfahren die Priener in dem Projektvortrag „Stationen eines Weges“, der im Februar an zwei Terminen angeboten wird.

Bereits als der Senegalese noch in Prien lebte, wurde das Vorhaben in die Wege geleitet – mit dem Ziel, dass Babakar auf den Feldern rund um Musa eine Landwirtschaft aufbauen kann; zur Versorgung der Menschen im Dorf und um Arbeitsplätze zu schaffen.

Anfang November war es so weit; Babakar reiste zurück zu seiner Familie. Gemeinsam mit seinen Schwestern hatte er nach dem Tod des Vaters vor sieben Jahren dort Land geerbt. Sein Großvater hatte mit der Landwirtschaft begonnen, sein Vater dachte fortschrittlich, baute eine Wasserversorgung für die Felder auf, sodass diese auch außerhalb der Regenzeit bewirtschaftet werden konnten. Als er starb, fehlte das Geld, um seine Visionen fortzusetzen. Daher verließ der Sohn das Land.

Einige Wochen nach seiner Rückkehr hat ihn die Prienerin Uta Mewes besucht und stellte dabei schnell fest, dass die afrikanische Realität die deutsche Vorstellungskraft sprengt. Soziale und kulturelle Gegebenheiten, klimatische Herausforderungen – all dies ist nur schwer aus der Distanz einzuschätzen. Und auch Babakar musste sich nach langer Abwesenheit erst wieder zurechtfinden.

Inzwischen hat Babakar mit Freunden und Familie einiges umgesetzt. Über Whats app hält er seine Freunde in Prien auf dem Laufenden. Mit großem Stolz schickt er viel Bildmaterial, sodass seine Weggefährten wissen: Die Hühnerzucht läuft, und der Gemüseanbau hat begonnen.

Zwei Gelegenheiten gibt es, bei denen sich alle Interessierten über das Entwicklungshilfeprojekt für Musa informieren können. Der erste Vortrag ist am Freitag, 9. Februar, ab 19 Uhr in der evangelischen Kirche, der zweite am Dienstag, 20. Februar, ab 19.30 Uhr in der Waldorfschule.

Mehrere Ansprechpartner aus dem Helferkreis, der sich um Babakar gebildet hatte, berichten dabei: Uta Mewes erzählt von der Entwicklung des Projektes und ihren Erlebnissen und Beobachtungen im Senegal, Helke Fussell beleuchtet die wirtschaftliche Seite des Projektes. Außerdem wird Anna Heuken anwesend sein, die als nächstes in den Senegal aufbricht, um sich vor Ort einen Einblick zu verschaffen. Träger des Projektes ist im Übrigen der Verein „Moja Kwa Moja, Sei selbst das Projekt“ der von Maximilian Neumayer gegründet wurde, ohne dessen Afrika-Erfahrungen und administrative Unterstützung das Vorhaben nicht möglich gewesen wäre.

Auch wenn schon vieles umgesetzt wurde, braucht Babakar weitere Unterstützung. Spenden werden über „Moja Kwa Moja – Sei selbst das Projekt“ gerne angenommen – Stichwort „Senegal“, IBAN DE50 4306 0967 8232 283800, bei der GLS Gemeinschaftsbank e.G.

Der Blog sukoulisensemusa.jimdo.com informiert über den aktuellen Stand des Projektes. kad

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