Gemeinsame Lösung für Wolfsproblem

Bürgermeister Stefan Kattari (rechts) mit Florian von Brunn, SPD-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Umweltausschuss des Landtags, auf dem Moorerlebnispfad in Grassau.
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Bürgermeister Stefan Kattari (rechts) mit Florian von Brunn, SPD-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Umweltausschuss des Landtags, auf dem Moorerlebnispfad in Grassau.

Grassau –. Der Wolf bereitet den Landwirten auch im Achental und in Grassau Sorge.

Wie Bürgermeister Stefan Kattari bei einem Gespräch mit Florian von Brunn, SPD-Landtagsabgeordneter, erklärt, fürchten Landwirte, dass almlebende Tiere gefährdet werden können. Von Brunn, Mitglied im Umweltausschuss Natur und Artenschutz, betonte, dass gemeinsam mit den Bauern eine für alle Seiten akzeptable Lösung erarbeitet werden müsse.

Der Münchner Florian von Brunn kennt Grassau von früheren Besuchen und sei immer wieder gerne da. Ihn freue, dass sich die Gemeinde so umweltpolitisch engagiere. Kattari führte ihn auf den Moorerlebnispfad in die einzigartige Landschaft des Hochmoors. Ein Reizthema, dass derzeit aktuell, teilweise auch emotional diskutiert werde, sei der Wolf. Nicht das einzelne Tier, sondern vielmehr die Rudelbildung sei ein Problem. Im Grenzgebiet wurden bereits Schafe gerissen, weiß Kattari. Ihm sei ein sachgerechter Umgang mit diesem Thema wichtig, damit die Landwirtschaft auch weiterhin möglich ist, ohne das Tier zu töten.

Von Brunn ergänzte, dass die Almwirtschaft vielfältige Funktionen erfülle, dennoch müsse in Bayern auch noch Platz für den Ureinwohner Wolf existieren. Zuerst Prävention dann Entschädigung laute die Devise. Zudem sei wichtig, zu wissen, dass vorwiegend Schafe und Ziegen gerissen werden, es aber noch keine Risse von Rindern gegeben habe. „Unbürokratische, schnelle Entschädigung der Landwirte ist wichtig“, so Florian von Brunn. tb

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