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STANDORTMARKETING UND WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG IM FOKUS

Gemeinsam besser: Unterwössen will mit Traunsteiner Kommunen in Chiemgau GmbH zusammenarbeiten

Mehr Zusammenarbeit: Die Gemeinde Unterwössen will künftig Aufgaben bezüglich Wirtschaftsförderung und Standortmarketing mit anderen Kommunen im Landkreis Traunstein und dem Landkreis selbst gemeinsam angehen.
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Mehr Zusammenarbeit: Die Gemeinde Unterwössen will künftig Aufgaben bezüglich Wirtschaftsförderung und Standortmarketing mit anderen Kommunen im Landkreis Traunstein und dem Landkreis selbst gemeinsam angehen.

Die Aufgaben für Gemeinden und Städte werden immer komplexer, oft fehlt es in den Verwaltungen an Fachwissen. Dieses Problem soll im Landkreis Traunstein mittels der Chiemgau GmbH auf interkommunalen Weg gelöst werden. Der Gemeinderat Unterwössen hat jetzt einstimmig beschlossen, der GmbH beizutreten.

Unterwössen – Das Problem bezüglich fehlender Kompetenzen ist bekannt. Aus diesem Grund hatten sich die Gemeinden und Städte zusammen mit dem Landkreis Traunstein bereits vor einigen Jahren dazu entschlossen, einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten und einen gemeinsamen Informationssicherheitsbeauftragten einzustellen und gemeinsam zu finanzieren.

Digitalisierung in den Schulen

„Das hat sich besonders für kleinere Gemeinden wie Unterwössen sehr gut bewährt“, sagte Geschäftsleiter Thomas Müllinger. Seien diese Themenkreise früher etwas stiefmütterlich behandelt worden, würden sie jetzt durch die zentrale Regelung von Grund auf professionell und einheitlich bearbeitet.

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Ein drängendes aktuelles Beispiel ist laut Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) die Digitalisierung in den Schulen, die „massiv voranschreitet“. Der in den Schulen vorhandene Fachbetreuer könne die komplexen Aufgaben nicht mehr alleine bewältigen, eigenes Personal stünde nicht oder nur sehr bedingt zur Verfügung.

Kräfte zentral bündeln

Fremdfirmen könnten den Anspruch oftmals nicht so erfüllen, wie vom Sachaufwandsträger oder der Schule gefordert. Bislang halfen sich die Schulen selbst und kümmerten sich um die Ausstattung mit Servern, PCs, Notebooks und Tablets mit Software. „Es wäre aber sinnvoll, die Kräfte zu bündeln und die Aufgaben durch eine zentrale Stelle anzugehen.“ Dies gelte auch für weitere Bereiche, wie die Beratung für Fördermittel, Breitband-Problemen und Vergabeangelegenheiten.

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Als Lösung für all diese Arbeitsfelder wertete der Rathauschef eine gemeinsame Gesellschaft aller Städte und Gemeinden zusammen mit dem Landkreis. Die jeweiligen Kommunen hätten dabei einen Geschäftsanteil an der gemeinsamen GmbH, und deren Angebote könnten „vergabefrei“ von den Gesellschaftern abgerufen werden.

Wirtschaftsförderung und Standortmarketing im Fokus

Als ersten Schritt in diese Richtung hatte dabei der Kreisausschuss im vergangenen März der Umwandlung seiner Wirtschaftsförderungs- GmbH in eine gemeinsame GmbH von Landkreis und Kommunen mit den Sparten Wirtschaftsförderung, Standortmarketing und Dienstleistungen im kommunalen Bereich zugestimmt. Der notwendige Beschluss des Kreistages steht noch aus.

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Der vorläufige Entwurf einer entsprechenden Satzung sieht vor, dass das Stammkapital der Gesellschaft 100 000 Euro beträgt, wovon der Landkreis 60.000 Euro übernimmt. Kommunen können jeweils einen Geschäftsanteil von 1000 Euro halten. Die bisherigen gemeinsamen Beauftragten für Informationssicherheit und Datenschutz sollen bis zum Ende 2022 in die Chiemgau GmbH übergeleitet werden.

Gemeinden bezüglich Fördermitteln beraten

Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführer, die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat. Mögliche Betätigungsfelder sind die Fördermittelberatung und die zentrale Vergabestelle, hieß es in der Sitzung. Unterstützt werden sollen die Fachbereiche Dienstleistungen der Gemeinden, Standortmarketing wie im Chiemgau Tourismus und Wirtschaftsförderung.

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