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Für Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen

Übersee plant günstige Mietwohnungen

Auf diesem Grundstück mit leer stehenden Gebäuden kann künftig Wohnraum entstehen.
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Auf diesem Grundstück mit leer stehenden Gebäuden kann künftig Wohnraum entstehen.
  • VonLudwig Flug
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Mit einem gemeindlichen Vorverkaufsrecht sichert sich die Gemeinde Übersee ein Grundstück im Ortsteil Feldwies. Hier könne Mietraum für Bevölkerungsschichten mit mittlerem und niedrigem Einkommen entstehen.

Übersee – Ein gemeindliches Vorkaufsrecht beschloss der Gemeinderat Übersee in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einstimmig. Damit ist das Zentrum des Ortsteils Feldwies dem gemeindlichen Vorkaufsrecht nach dem Bundesbaugesetz unterworfen. Auf dem circa 3900 Quadratmeter großen Grundstück stehen ein derzeit unbewohntes Bauernhaus und ein leer stehendes Gebäude. Der Eigentümer möchte sich von diesem Grundstück trennen.

Auch wenn sich die Gemeinde bewusst ist, dass sie mit dem Erlass der Satzung über das Vorkaufsrecht in den regulären Grundstücksmarkt eingreift, führen umfangreiche Überlegungen zur Satzungsentscheidung.

Soziale Begegnungsstätten geplant

In der gesamten Gemeinde Übersee bestehe ein erheblicher Bedarf am Mietwohnraum für Bevölkerungsschichten mit mittlerem und niedrigerem Einkommen. Zu den Aufgaben der Gemeinde gehört es, solche mit Wohnraum zu versorgen. Zudem sieht sie den Ortsteil Feldwies als verkehrstechnisch vom Zentrum des Ortes Übersee abgelegen. Daraus ergebe sich dringender Bedarf, den Bereich mit Angeboten aufzuwerten.

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Der Gemeinderat denkt, das Grundstück für soziale Begegnungsstätten, günstige Mietwohnungen oder kleine Gewerbebetriebe zu nutzen. Einen Bedarf an Mietwohnraum sehen sie zudem für behinderten- und seniorengerechtes Wohnen und für junge Menschen. Die angestrebten Ziele ließen sich dort im städtebaulichen Innenbereich flächensparend als Innenentwicklung erreichen.

Handlungsbedarf sieht der Gemeinderat, denn es bestehe die Gefahr, dass Investoren dort Eigentumswohnungen und private, hochpreisige Mietwohnungen verwirklichen.

Kredit für Erwerb nötig

Die Gemeindeverwaltung wog ab, ob weniger schwere Eingriffe zum Beispiel über Bebauungspläne die Durchsetzung ihrer Ziele auf dem Grundstück ermöglichen. Sie sieht aber die Möglichkeiten eingeschränkt. Eine Verpflichtung, bezahlbaren Wohnraum zu realisieren, sei für dieses Grundstück im städtebaulichen Innenbereich kaum möglich. Der Erwerb der Flächen durch die Gemeinde selbst ermögliche es dauerhaft, die Ziele im Auge zu behalten und sie zu verwirklichen.

Die Verwaltung wies den Gemeinderat darauf hin, dass der Erwerb des Grundstückes über einen Nachtragshaushalt nur bei voller Finanzierung über einen Kredit denkbar sei. Der Erwerb löse weitere Kosten für Erhaltung der Gebäude und einen Umbau des alten Bauernhofes aus. JF

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