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Ausweichparkplatz für die Skifahrer in Seegatterl

Gemeinderat Reit im Winkl überarbeitet die Bauleitplanung und erwägt Einwendungen

Auf diesem Gelände des ehemaligen Campingplatzes in Seegatterl ist der Ausweichparkplatz im Winter für die Gondelbahn vorgesehen.
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Auf diesem Gelände des ehemaligen Campingplatzes in Seegatterl ist der Ausweichparkplatz im Winter für die Gondelbahn vorgesehen.
  • VonJosef Hauser
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Der Gemeinderat Reit im Winkl befasste sich während seiner vergangenen Sitzung mit Änderungen des Flächennutzungsplans im Bereich Seegatterl und der Aufstellung des Bebauungsplans „Seegatterl-Ausweichparkplatz“.

Reit im Winkl – Mit der Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Seegatterl und der Aufstellung des Bebauungsplans „Seegatterl-Ausweichparkplatz“ befasste sich der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung. Konkret ging es um die Abwägung der eingegangenen Einwendungen im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung und die Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse.

Beantragter Ausweichparkplatz auf Campingplatz benötigt kein Shuttle

Für die Benutzer der seit 2009 bestehenden Winklmoosalmbahn im Winter zum Skigebiet Winklmoos/Steinplatte steht derzeit der Hauptparkplatz Seegatterl und der Nattersbergparkplatz zur Verfügung. An Spitzentagen wird zusätzlich ein Ausweichparkplatz Richtung Weitsee bereitgestellt. Die hier parkenden Skifahrer werden mittels Shuttlebus zur Gondelbahn gebracht. Durch den jetzt von deren Betreiber, der Steinplatte Aufschließungsgesellschaft, beantragten Ausweichparkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes sind diese näher an der Gondelbahn und können zu Fuß und ohne Shuttle erreicht werden.

Der alte Ausweichparkplatz wird auch in Zukunft den Skitourengehern, Langläufern und Winterwanderern gegen Gebühr zur Verfügung gestellt.

Ausweichparkplatz in wassersensiblen Bereich

Die Regierung von Oberbayern wies in ihrer Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans darauf hin, dass im Umweltatlas Bayern, im Bereich des geplanten Ausweichparkplatzes, Wildbachereignisse des Dürrnbachs erfasst sind. Zudem liege er, gemäß dem genannten Fachinformationssystem, in einem wassersensiblen Bereich. Der Gemeinderat beschloss dazu einstimmig, diesen Hinweis in die Begründung zum Bebauungsplan aufzunehmen. In dem Beschluss ist weiter festgehalten, dass in Bezug auf die Belange Natur und Landschaft einschließlich Artenschutz die Anregungen der entsprechenden Fachbehörden abgewogen und entsprechend in der weiteren Bauleitplanung berücksichtigt werden.

Beschränkung des Ausweichparkplatzes

Auf die Stellungnahme der Unteren Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt Traunstein hin beschloss der Gemeinderat, in die Planunterlagen den Hinweis aufzunehmen, dass bei dem Ausweichparkplatz nur die Nutzung für das Skigebiet Winklmoos/Steinplatte und für Personenkraftwagen, beschränkt auf die Skisaison von November bis April, zulässig ist.

Wasserrechtliche Genehmigungen

Im Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans „Seegatterl-Ausweichparkplatz“ wies das Wasserwirtschaftsamt Traunstein darauf hin, dass bei einem Eingriff in das Grundwasser im Vorfeld die entsprechenden wasserrechtlichen Genehmigungen einzuholen seien. Dies gelte auch für das Oberflächengewässer des durch das Vorhabensgebiet verlaufenden Dürrnbachs. Der Gemeinderat beschloss daher, die Planunterlagen folgendermaßen zu ergänzen: „Für Anlagen, zum Beispiel Brücken und Stellflächen, die sich im Bereich von 60 Metern von der Uferlinie von Gewässern befinden, ist eine wasserrechtliche Anlagengenehmigung nach Artikel 20 Bayerisches Wassergesetz erforderlich.“

Auflagen beim Bau einer eigenen Zufahrt

Falls zu einem späteren Zeitpunkt eine eigene Zufahrt von der B 305 zum Ausweichparkplatz verwirklicht werden sollte, wurden auf die Stellungnahme des Staatlichen Bauamts Traunstein hin die Planunterlagen mit dem Hinweis ergänzt, dass im Bereich dieser Zufahrt ein Stauraum von fünf Metern Tiefe freizuhalten ist. Außerdem sind innerhalb der freizuhaltenden Sichtdreiecke sichtbehindernde Gegenstände über 80 Zentimeter nicht zulässig.

Bau- und Unterhaltungsvereinbarung

Willi Schwarz (CSU) bemängelte, dass nach dem derzeitigen Stand die ursprünglich geplante Linksabbiegespur für die aus Richtung Ruhpolding kommenden Fahrzeuge von der B 305 zum Ausweichparkplatz doch nicht gebaut werden soll und befürchtete in diesem Fall an stark frequentierten Tagen längere Wartezeiten. Der Gemeinderat beschloss auf seinen Antrag hin, dass wenn die neu vorgeschlagene Variante zur Regelung der Verkehrssituation sich als nicht ausreichend erweist, sicherzustellen ist, dass der Veranlasser der Bauleitplanung die Linksabbiegespur innerhalb eines Jahres errichtet. Zudem beschloss das Gremium, dass im Falle des Baus der Linksabbiegespur rechtzeitig vor Baubeginn zwischen der Steinplatte-Aufschließungsgesellschaft und dem Staatlichen Bauamt Traunstein eine Bau- und Unterhaltungsvereinbarung abzuschließen ist.

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Sowohl bei der Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Seegatterl als auch bei der Aufstellung des Bebauungsplans „Seegatterl-Ausweichparkplatz“ beschloss der Gemeinderat abschließend einstimmig, den in der Sitzung entsprechend überarbeiteten Entwurf mit Begründung und Umweltbericht zu billigen.

Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden und Träger der öffentlichen Belange durchzuführen. MG

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