Neubau mit Wellnessanlage

Gemeinderat Reit im Winkl billigt Bebauungsplan für neues Posthotel

Zur Verwirklichung des Vorhabens soll das bestehende Hotel Post abgerissen werden.
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Zur Verwirklichung des Vorhabens soll das bestehende Hotel Post abgerissen werden.
  • vonJosef Hauser
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Der geplante Neubau des Hotels zur Post in der Ortsmitte ist einen weiteren Schritt nähergerückt. In seiner Sitzung billigte der Gemeinderat den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Hotel zur Post“. Anstelle des bestehenden Hotels soll ein neuer Komplex mit Wellnessanlage entstehen.

Reit im Winkl - Bereits in einer Sitzung im September waren die Stellungnahmen von Bürgern und Behörden zum Entwurf des Bebauungsplans abgewogen worden. Nachdem dabei noch keine Einigkeit über die Fassadengestaltung erreicht werden konnte, beriet der Rat in einer weiteren Sitzung im Oktober nochmals darüber.

Nun wurden die daraufhin angepassten Gestaltungspläne in den Vorhaben- und Erschließungsplan des Büros Blocher Partners eingearbeitet. Ebenso wurden der Bebauungsplans mit textlicher Begründung vom Planungsbüro Mißberger + Wiesbauer Architekten angepasst.

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„Im Vorhaben- und Erschließungsplan müssen noch Kubatur und Höhenangaben der Bestandsgebäude eingearbeitet werden“, erläuterte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) in der jüngsten Sitzung. Bezüglich der Niederschlagsentwässerung seien noch einige Berechnungen hereingereicht worden. „Es wurden überschlägig die abschlusswirksamen Flächen des Bestands und der Planung ermittelt und verglichen.“

Obwohl sich die Dachflächen gegenüber dem Bestand erhöhen würden, verringere sich der resultierende Abfluss, da sich der Anteil der versiegelten Flächen verringere. Es könnten außerdem Baumrigolen und Zisternen errichtet werden. „Mit der neuerlichen Auslegung sollte abgewartet werden, bis die letztendliche diesbezügliche Planung vorliegt“, so der Bürgermeister.

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In der anschließend ebenfalls gebilligten Begründung zum Bebauungsplan wird auf den Anlass und das Erfordernis der Planung eingegangen.

Die Aufstellung wurde dieser zufolge erforderlich, nachdem im Vorfeld durch eine Investorengruppe konkrete Bauabsichten für einen Hotelneubau an die Gemeinde Reit im Winkl herangetragen worden waren. Hierzu solle das bestehende Hotel Post abgerissen werden. Weiter heißt es darin, dass die Gemeinde dem Hotelvorhaben „sehr positiv“ gegenüberstehe.

Städtebaulich verträglich

Im Gegensatz zu früheren Planungen auf diesem Grundstück bestünden keine Zweifel an der städtebaulichen Verträglichkeit der vorgestellten Planungen, da diese sich an einer städtebaulichen Studie aus dem Jahr 2015 orientierten, in der die wesentlichen Grundzüge hinsichtlich Baukörperausformung und Höhenentwicklung bereits definiert worden seien.

Nachdem durch das Vorhaben Hotelneubau erhebliche und weitreichende Auswirkungen auf das zukünftige Ortsbild im Ortskern von Reit im Winkl gesehen wurden, entschloss sich der Gemeinderat, einen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen.

Das im Vorfeld betriebene Bebauungsplanverfahren „Ortskern – nordwestlicher Teil“, dessen Geltungsbereich sich auch auf Teile der im Westen angrenzenden Wohngebiete erstreckte, wurde eingestellt. Im Vorfeld einer Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung wurde bereits ein Scopingtermin am Landratsamt Traunstein sowie ein Termin vor Ort mit einem Vertreter des bayerischen Landesamts für Denkmalpflege durchgeführt.

Bei beiden Terminen wurden durch die mit der Hotelneuplanung beauftragten Hochbauarchitekten sowie die Investorengruppe die Planungen beziehungsweise das Nutzungskonzept vorgestellt.

Barrierefreiheit gewährleisten

Nach eingehender Diskussion, in der auch die Anfragen des Behindertenbeauftragten Georg Weber (Freie Wähler) bezüglich der Barrierefreiheit des Vorhabens von Bürgermeister Schlechter und Geschäftsleiterin Christine Zaiser zufriedenstellend beantwortet wurden, beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Hotel zur Post“ mit Begründung und Umweltbericht sowie den Vorhaben- und Erschließungsplan zu billigen.

Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung gemäß den Bestimmungen des Baugesetzbuches durchzuführen, sobald alle hierfür notwendigen Unterlagen vorliegen.

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