Gemeinderat macht einen Rückzieher

Seeon-Seebruck –. Die Auflösung des Bauausschusses in Seeon-Seebruck hat sich nicht bewährt: Acht Monate nachdem sich der neu formierte Gemeinderat gegen die Stimmen der CSU dafür ausgesprochen hat den Bauausschuss aufzulösen, soll ein Rückzieher erfolgen.

In der Sitzung des Gemeinderats am kommenden Montag um 18.30 Uhr im Truchtlachinger Bürgersaal soll das Untergremium wieder aktiviert und als Ausschuss für Bau, Infrastruktur und gemeindliche Entwicklung erweitert werden.

Gleichzeitig soll die personelle Besetzung des erweiterten Ausschusses festgelegt werden. Der Ausschuss soll von acht auf sechs Mitglieder reduziert werden. In der konstituierenden Sitzung im Mai vergangenen Jahres hatte sich der neu gewählte Gemeinderat mit der Mehrheit von 11:5 Stimmen darauf geeinigt, den Bauausschuss aufzulösen. Mit dem Ziel, einen Großteil der Baumaßnahmen über den Verwaltungsweg abzuwickeln. Bislang wurde es im Bauausschuss so gehalten, dass besonders wichtige und komplexe Themen ohnehin im Gesamtgremium behandelt wurden.

Wie Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) auf Anfrage der Chiemgau Zeitung erklärte, habe sich das System aber nicht bewährt, zumal in der Gemeinde vermehrt große Baumaßnahmen abzuwickeln seien. Deshalb soll jetzt dieses Untergremium wieder aktiviert und sogar erweitert werden.

Des Weiteren werden in der Sitzung Bauvorhaben bekannt gegeben, die über den Verwaltungsweg abgewickelt wurden. Dabei handelt es sich um die Nutzungsänderung einer Eigentumswohnung in eine Ferienwohnung in der Haushoferstraße in Seebruck sowie um einen Vorbescheidantrag zum Neubau von zwei Zweifamilienhäusern in Fembach. Außerdem um eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Seeon-Klosterweg“ zugunsten eines Carports im Klosterweg und um die Errichtung einer Außentreppe mit Eingangstür in der Seestraße in Seeon. Bekannt gegeben werden außerdem die Richtlinien für den Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken. ga

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