Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Standort noch ungewiss

Gemeinderat Chieming beschließt Beschaffung von Heimatkreuz von Traunsteiner Künstler

Das Heimatkreuzdes Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann wird auch im Gemeindebereich von Chieming aufgestellt. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Ein passender Standort soll bis Herbst 2022 gefunden werden.
+
Das Heimatkreuzdes Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann wird auch im Gemeindebereich von Chieming aufgestellt. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Ein passender Standort soll bis Herbst 2022 gefunden werden.

Grund für eine kontroverse Diskussion im Chieminger Gemeinderat war ein Antrag der UW-BBW-Fraktion, dass das Heimatkreuz des Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann im Gemeindegebiet errichtet werden soll. Am Ende stimmte die Mehrheit des Gremiums (10:5) für den Antrag.

Chieming – Die fünf Mitglieder der Grünen-Fraktion argumentierten geschlossen gegen das von Zweiten Bürgermeister Markus Brunner (UW) angeregte „Chiemgauer Heimatkreuz“. Bereits Mitte März war der Antrag bei Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) eingegangen.

„Die im Kreuz dargestellten Werte Liebe, Glaube, Hoffnung und Friede sind oftmals die Quellen unserer Kraft. Gerade in Zeiten von Corona, wo Verzweiflung, Angst und Unsicherheit in weiten Teilen der Bevölkerung um sich greifen“, sagte Brunner.

Gemeinderat wünscht sich Ortsbezug

Die Verwurzelung im Glauben, egal welcher Richtung, solle jeden ansprechen. Gleichzeitig solle damit die Botschaft vermittelt werden, dass „aus Hoffnung etwas Gutes, Neues entstehen kann“. Die Gesellschaft sei durch die Pandemie bis in die Familien hinein in zwei Lager gespalten. „Nur durch das Akzeptieren von anderen Meinungen werden wir es schaffen“, sagte Brunner.

Sebastian Heller (Bündnis 90/Grüne) wünschte sich einen Ortsbezug zu Chieming, falls ein Kreuz gefertigt werde. Ein Chieminger Heimatkreuz solle eine individuelle Prägung haben und womöglich von einem Chieminger Künstler geschaffen werden.

„Das Heimatkreuz schaut immer gleich aus“

Seine Parteikollegin Angelika Maier vermisste ebenfalls den Bezug zu Chieming. „Das Heimatkreuz soll in mehr als 30 Gemeinden aufgestellt werden, es schaut immer gleich aus. Der Landkreis bezuschusst das Projekt mit 87.000 Euro, aber es ist nur ein Künstler beteiligt, der keinen Bezug zu Chieming hat.“

Auch für Sie: Parken in Chieming: Bezahlung ab sofort über App möglich

Auch Gemeinderätin Elisabeth Heimbucher (Bündnis 90/Grüne) sprach sich dafür aus, dass „allen Künstlern eine Chance gegeben werden sollte, ein Heimatkreuz zu erstellen“. Bürgermeister Reichelt sagte, die Idee sei, dass ein Heimatkreuz vervielfältigt an verschiedenen Orten im Landkreis stehen solle.

Diskussion über Aussehen soll möglich sein

Christian Fischer (CSU) fand die entstandene Diskussion zum Heimatkreuz „absolut daneben“ . Es sollte darüber abgestimmt werden, ob ein Heimatkreuz in Chieming errichtet werde. Der Antrag soll aber „nicht zerredet werden“. Bernhard Hecht von den Grünen hielt dagegen. Seiner Meinung nach soll eine Diskussion darüber, welches Kreuz für Chieming am besten passt, möglich sein.

Josef Mayer (CSU) sah in dem einheitlichen Heimatkreuz eine pragmatische Lösung. Das Kreuz sei bisher nur in Maria Eck und in Traunstein aufgestellt worden. „Die Gemeinde bekommt 2500 Euro Zuschuss vom Landkreis, muss lediglich denselben Betrag selbst zahlen und sich um ein Fundament kümmern – aber keinen Antrag stellen.“

Standort muss noch bestimmt werden

Zehn von 15 Gemeinderäte stimmten dafür, das einheitliche Heimatkreuz des Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann in Chieming aufzustellen. Vertagt wurde aber die Entscheidung, an welchem Standort das Kreuz platziert werden soll.

Lesen Sie auch: Wissenschaftler entdecken weitere Meteoritenkrater im Chiemgau

Von der Gemeindeverwaltung wurden als mögliche Standorte der Thielehafen, die Wiese der Friedhofwestseite und die Wiese Einmündung Berghofstraße in die Oberhochstätter Straße am Venusberg vorgeschlagen. Aus den Reihen des Gremiums kam die Idee, das Kreuz im Thielehafen am Chiemsee zu errichten.

Laut Bürgermeister Reichelt muss darüber mit der Schlösser- und Seenverwaltung verhandelt werden. Heinz Wallner (BBW) fand, alle vorgeschlagenen Plätze seien akzeptabel. Aber wenn das Kreuz im See steht, könnte es von den Badegästen zum Trocknen ihrer Badekleidung verwendet werden.

Venusberg, Schützing, Laimgrub?

Sebastian Heller gab zu bedenken, dass am Friedhof bereits ein Kreuz stehe. In der Diskussion wurde außerdem klar, dass es sich beim möglichen Standort am Venusberg um Privatgrund handelt. Julia Siglreitmeier (UW) schlug Schützing vor. Dies müsse mit der Unteren Naturschutzbehörde abgeklärt werden, sagte Reichelt.

Markus Brunner plädierte für einen Standort beim Kreisverkehr in Laimgrub. „Es gab doch auch bereits mehrmals die Anregung, dass man dort eine Skulptur aufstellen könnte.“ Heller gab zu bedenken, dass dieser Vorschlag durch die Verkehrsbehörden kaum genehmigungsfähig sei. Ein passender Standort soll bis Herbst 2022 gefunden werden.

Mehr zum Thema

Kommentare