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INKLUSIONSPROJEKT DER LEBENSHILFE TRAUNSTEIN

Gemeinderäte besichtigen das Projekt der Lebenshilfe Traunstein im Wössner Ortszentrum

Lebenshilfe-Geschäftsführerin Annemarie Funke (Dritte von links) stellt Gemeinderäten und Bürgern das Projekt „Wohnen und Arbeiten“ an der Baustelle vor.
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Lebenshilfe-Geschäftsführerin Annemarie Funke (Dritte von links) stellt Gemeinderäten und Bürgern das Projekt „Wohnen und Arbeiten“ an der Baustelle vor.

Im Herbst soll das Inklusionsprojekt „Wohnen und Arbeiten“ der Lebenshilfe Traunstein hinter dem Unterwössner Rathaus eröffnet werden. Menschen mit geistiger Behinderung können dort in Wohnungen unterkommen und in der „Kochwerkstatt“ gesunde Mahlzeiten für die Gemeinde kochen.

Unterwössen – Vor eineinhalb Jahren begann die Lebenshilfe Traunstein unmittelbar hinter dem Unterwössener Rathaus mit dem Bau des Inklusionsprojektes „Wohnen und Arbeiten“. Jetzt konnten sich die Gemeinderäte unter der Führung von Lebenshilfe-Geschäftsführerin Annemarie Funke von dem Baufortschritt überzeugen. Schon im Herbst soll Eröffnung sein.

Die gemeinnützige Gesellschaft Lebenshilfe Traunstein verschreibt sich der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung oder erworbener Schädel-Hirn-Verletzung und deren Angehörigen. Das Projekt der Lebenshilfe besteht aus zwei Gebäudeteilen. Im vorderen Teil, Richtung Rathaus und Hauptstraße, entsteht eine Gastronomie mit großer Küche. Dahinter schließt sich ein Komplex für gemeinschaftliches Wohnen an.

Café soll zentraler Treffpunkt der Bürger werden

Der Inklusionsbetrieb „Café/Bistro am Rathaus Unterwössen“ besteht aus mehreren Säulen. In der sogenannten „Kochwerkstatt“ verarbeiten Behinderte und nicht behinderte Menschen regionale Lebensmittel zu gesunden Mahlzeiten, die sie an Kindergarten, Krippe und Schule im Ort sowie Senioren der umliegenden Gemeinden liefern. Daneben soll das Café mit Bistrobetrieb ein zentraler Treffpunkt für alle Bürger im Ort werden. Gedacht seien dort auch Veranstaltungen, Feiern und saisonale Events, so Funke. Dafür biete der Gastraum für etwa 50 Personen genügend Platz.

Insgesamt gesehen biete der Inklusionsbetrieb für alle eine „wertvolle Teilhabe am Leben“, wie es Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) ausdrückte. Und speziell für die Gemeinde sei es eine durch viele unterschiedliche neue Arbeitsplätze und einen zentralen neuen Treffpunkt eine vorteilhafte Situation.

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Der Komplex für das gemeinschaftliche Wohnen besteht aus 29 Wohneinheiten. Davon sind 25 Wohnungen in Gruppen für Menschen mit geistiger Behinderung und vier Sozialbauwohnungen. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 7,1 Millionen Euro, aufgegliedert in 5,6 Millionen Euro für die Wohneinheiten und 1,5 Millionen Euro für den Inklusionsbetrieb „Café´/Bistro am Rathaus Unterwössen“. Getragen wird das Projekt von diversen Zuschüssen aus öffentlichen Fördertöpfen, Darlehen und Spenden.

Ebenso wie die Mandatsträger zeigte sich Bürgermeister Entfellner beeindruckt und stolz über das Projekt: „Mit der gelebten Inklusion mitten im Ort ist das Konzept zukunftsweisend und insofern ein Vorzeigeprojekt.“ (re)

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