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Ambitionierter Vorschlag

Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee zusammenlegen? So lauten die Pro- und Contra-Argumente

Noch Baustelle: Aktuell wird das Breitbrunner Rathaus, der Verwaltungssitz der Gemeinde mit Gstadt und Chiemsee, umgebaut. Der ehemalige Gemeinderat und Dritte Bürgermeister Franz Burghardt (links) steht zur Baumaßnahme. Trotzdem hat er in der Bürgerversammlung einen Antrag auf einen Kostenvergleich zwischen der VG und einer ähnlich großen Gemeinde gestellt.
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Noch Baustelle: Aktuell wird das Breitbrunner Rathaus, der Verwaltungssitz der Gemeinde mit Gstadt und Chiemsee, umgebaut. Der ehemalige Gemeinderat und Dritte Bürgermeister Franz Burghardt (links) steht zur Baumaßnahme. Trotzdem hat er in der Bürgerversammlung einen Antrag auf einen Kostenvergleich zwischen der VG und einer ähnlich großen Gemeinde gestellt.
  • VonKarl Wastl
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Eine Anregung aus der Bürgerversammlung war Thema im Gemeinderat Breitbrunn: Könnte man Kosten im fünfstelligen Bereich sparen, indem man die drei Kommunen Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee zusammenlegt?

Breitbrunn – Der Breitbrunner Gemeinderat lehnte in seiner Dezember-Sitzung einstimmig den Antrag von Franz Burghardt aus der Bürgerversammlung ab, aus Gstadt, Breitbrunn und Chiemsee eine Einheitsgemeinde zu machen. Da jede Gemeinde ihren eigenen Charakter habe, wäre eine Zusammenlegung „für ein gutes Miteinander vermutlich nicht förderlich“, so das Fazit.

Franz Burghardt senior stellte in der Bürgerversammlung im Oktober den Antrag, die Kosten der jetzigen Verwaltungsgemeinschaft (VG) einer Einheitsgemeinde gegenüberzustellen.

Einwohnerzahl vergleichbar mit Rimsting

Er vertrat die Meinung, dass damit 50. 000 Euro pro Jahr an Verwaltungskosten eingespart werden könnten. Seiner Meinung nach sei das Personal der VG „überlastet“ und es baue zunehmend Überstunden auf. Das habe er den Ausführungen von Geschäftsleiter Thomas Wagner im Verlauf der Versammlung entnommen, sagte Burghardt damals.

Der Antragsteller machte dies außerdem an verschiedenen Beispielen fest. Zählt man die Einwohner der VG-Gemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee zusammen, würde man mit gut 3100 Einwohnern die Kostenstruktur der Nachbargemeinde Rimsting mit knapp 3700 Einwohnern zum Vergleich heranziehen können, so Burghardt.

Seine Rechnung: Die VG leiste sich drei Erste Bürgermeister, 32 Gemeinderäte, einen VG-Vorsitzenden und sechs VG-Räte. Im Vergleich dazu habe eine ähnliche große Einheits-Kommune wie Rimsting nur einen Ersten Bürgermeister und 16 Gemeinderäte.

Burghardt hatte auch einen Vorschlag, wie man die Verwaltung vereinfachen könnte. Etwa, in dem man statt vier Sitzungsprotokolle nur eines anfertige.

Statistik soll Zahlen offenlegen

Bereits zusammengeführte Aufgabenfelder wie Kinderhaus, Grundschule, Standesamt, Wasser- und Abwasserversorgung und der teils gemeinsame Fuhrpark zeigten, „dass eine interkommunale Zusammenarbeit reibungslos funktionieren kann“, sagte Burghardt. Künftig können Gstadter Bürger auch den Breitbrunner Friedhof nutzen, argumentierte der Antragsteller weiter.

Das Gremium dagegen war einhellig der Meinung, es sei nicht sinnvoll, eine Einheitsgemeinde zu bilden, und auch nicht durchführbar. Trotzdem einigte man sich geschlossen darauf, sich von der Verwaltung nach Möglichkeit eine Statistik vorlegen zu lassen, in welcher die VG und ihre Mitgliedsgemeinden in Zahlen dargestellt werden. Diese Aufstellung soll dann in einer Gemeinderatssitzung vorgestellt werden. Die Zusammenlegung jedoch werde nicht weiterverfolgt, es bestehe kein Handlungsbedarf, so der Tenor.

wak

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