Gemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemse kaufen gemeinsam Wohncontainer für Obdachlose

Breitbrunn – Wie soll eine Gemeinde mit Obdachlosen umgehen?

Die Kommunen sind als Sicherheitsbehörden verpflichtet, den betroffenen Personen eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen, erläuterte Gemeinschaftsvorsitzender Anton Baumgartner (Parteifrei/WG) in der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn. Er schlug die Anschaffung eines Wohncontainers mit Waschgelegenheit für die drei VG-Gemeinden Breitbrunn, Gstadt und Chiemsee vor.

Es wäre denkbar, dass die VG für die drei Mitgliedsgemeinden einen geeigneten, gemeinsamen Wohncontainer mit Waschgelegenheit anschaffe, der bei Bedarf in der jeweiligen Gemeinde zum Einsatz komme. Als Standplatz des Cotainers gebe es in der Gemeinde Gstadt eine Möglichkeit. Die VG habe Angebote für einen Wohncontainer für zwei Personen bereits eingeholt, wobei sich die Kosten je nach Ausstattung zwischen 9500 und 12 000 Euro brutto bewegen würden.

Die Gemeinschaftsräte waren gleichfalls einstimmig von den Vorteilen der Anschaffung eines gemeinsamen Wohncontainers zur Unterbringung von Obdachlosen überzeugt und stimmten einem Ankauf grundsätzlich zu. Der Container soll mit WC, Waschbecken, Dusche und Miniküche ausgestattet werden. Das Gesamtgewicht dürfe aber 2,5 Tonnen nicht überschreiten, damit der Container mit einem geeigneten Gerät noch bewegt werden könne.

Für die Überlassung des Containers an eine Gemeinde soll eine Monatspauschale von 50 Euro erhoben werden, legte die Versammlung fest.

Ein vorübergehender Einsatz bei Eintreffen des neuen Containers soll jedoch vorher in der örtlichen Arztpraxis erfolgen, erklärte Baumgartner. Er soll der Arztpraxis als externer Untersuchungsraum zu Verfügung gestellt werden. th

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