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Das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel stellt sich vor

Gemeinde Staudach-Egerndach berät über einen Beitritt zum gemeinsamen Kommunalunternehmen

Gemeinderat Staudach-Egerndach berät über einen Beitritt zum Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel.
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Gemeinderat Staudach-Egerndach berät über einen Beitritt zum Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel.
  • VonTamara Eder
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Der Geschäftsführer Michael Perkmann klärte die Gemeinderäte aus Staudach-Egerndach über die Vorteile eines Beitritts zum Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel auf.

Staudach-Egerndach – Weitreichende Ziele zur dezentralen Energiewende strebt das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel gKU (gemeinsames Kommunalunternehmen) mit Sitz in Kirchanschöring an, wie Geschäftsführer Michael Perkmann in der Gemeinderatssitzung von Staudach-Egerndach darlegte. Eine Entscheidung, ob die Gemeinde dem Regionalwerk beitreten wird, wurde noch nicht getroffen.

Das Regionalwerk wurde gegründet, weil die zunehmende Privatisierung auch im Bereich der Daseinsvorsorge wenig erfreulich verlief, so Perkmann. Er hob den Kaufkraftabfluss, den Netzverlust und den Verlust, von regionaler Wertschöpfung hervor. Die Frage sei, wie Kommunen die Energiewende mitgestalten können. Eine nachhaltige Strategie sei ein großes Thema.

23 Gemeinden sind schon dabei

Mittlerweile haben sich 23 Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Regionalwerk angeschlossen. Gegründet wurde das Regionalwerk im Januar 2021. Man habe nun eine neue Beitrittsrunde eröffnet und weitere Gemeinden können Mitglied werden. Über 40, so betonte Perkmann, haben bereits Interesse gezeigt. Er stellte die möglichen Handlungsfelder vor, darunter Wärmeenergie, Regionalstrom, Wärmeversorgung, Projektierung, Breitbandausbau und weitere. Perkmann erklärte, dass bewusst eine gKU als Rechtsform gewählt wurde, da dieses nicht veräußert werden kann.

Der Ausstieg aus fossilen Energiequellen ist drängender denn je. Möglichkeiten hierzu nannte Perkmann, darunter Fernwärme, die sich jedoch nicht in allen Gemeinden umsetzen lasse, Biomassheizkraftwerke, Sektorkopplung über Energiespeicher sowie Solar- und Pufferspeicher. Im Rupertiwinkel laufen derzeit einige Geothermieprojekte. Die Energiewende werde nur mit mehreren Trägern gelingen. Dazu werde es PV-Anlagen, Windräder und auch Speicher brauchen.

Die gKU bringt große Vorteile

Die Nutzung von PV-Anlagen nach Auslaufen der EEG Förderung (Erneuerbare Energien) sei ein großes Thema. Die älteren, aber noch funktionsfähigen Anlagen, hängen am Netz, aber man bekomme kaum eine Einspeisevergütung. Laut Perkmann könnte es ein Regionalstrommodell geben, wobei die Energie dann regional eingekauft und in der Region vermarktet werden. Somit können sich auch ältere Anlagen noch auszahlen und in Betrieb bleiben.

Interessant seien auch Mieterstrommodelle für größere Wohnobjekte. Gemeinden könnten über die gKU Strom an Mieter verrechnen und somit PV-Anlagen für Mieter nutzbar machen. Ebenso möglich wären lokale größere Stromspeicher oder Batteriestationen in Ortsteilen.

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Zum Beitritt informierte Perkmann, dass die Gemeinden sich mit einer einmaligen Einlage von 30.000 Euro, darunter 15.000 Euro als Stammkapital und 15.000 Euro als Kapitaleinlage, ähnlich wie bei einer GmbH, einkaufen müssten.

Dr. Andreas Mader (CSU/UWG) fragte nach dem Start des Projekt „Post-EEG PV-Anlagen“ und meinte, dass viele daran Interesse hätten. Laut Perkmann werde es im zweiten bis dritten Quartal kommenden Jahres losgehen. Ob dies finanziell lukrativ für den Verbraucher sei, wollte Bernd Koller (CSU/UWG) wissen. Laut Perkmann sei der Preis der Energie langfristig abgesichert. Nach den jährlichen Kosten der Mitgliedschaft gefragt, erklärte Perkmann, dass es diese nicht gebe. Bei einer Projektbetreuung werden Dienstleistungen normal abgerechnet.

„Ein wichtiges Thema, aktueller wie je zuvor“, betonte Bürgermeisterin Martina Gaukler (CSU/UWG). Sie riet den Gemeinderäten, über eine Teilnahme nachzudenken. Ein Beschluss hierzu solle dann im Juni oder Juli erfolgen, so die Bürgermeisterin.

AN

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