Gemeinde sichert sich besonderes Vorkaufsrecht

Grassau – Für das Areal Gewerbepark südlich der B305 setzte der Marktgemeinderat einhellig eine Vorkaufsrechtssatzung in Kraft.

Damit soll verhindert werden, dass ohne Wissen der Gemeinde Grundstücke veräußert werden. Gleichwohl sichert sich der Markt damit ein Vorkaufsrecht.

Betroffen ist das Areal der ehemaligen Körting Werke, von der Einmündung Gänsbachstraße bis zur Einmündung Körtingstraße. Etliche Grundstücke in diesem Bereich gehören privaten Investoren. Wie Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) informierte, sei das Innenentwicklungskonzept, das vor der Sommerpause beschlossen wurde, Grundlage für dieses Vorkaufsrecht. Dieses erlaube, das städtebauliche Entwicklungsziel zu fördern und zu sichern. Das Areal des ehemaligen Gewerbeparks Grassau wurde als städtebauliches Problemgebiet ermittelt. Der Markt Grassau verfolge das städtebauliche Ziel, das gesamte Areal zu einem funktionellen Ortsbereich zu entwickeln, um eine attraktive Nutzung der anvisierten Wohn-, Misch-, Gewerbe- und Gemeinbedarfsflächen zu ermöglichen. Um seine Planungsziele im Rahmen des städtebaulichen Innenentwicklungskonzepts nicht zu gefährden, wird die Satzung erlassen. Mit dieser Satzung sichert sich die Gemeinde ein besonderes Vorkaufsrecht sowohl an unbebauten als auch an bebauten Grundstücken. Zudem müssen die Eigentümer der Grundstücke in dem Satzungsbereich den Abschluss eines Kaufvertrages über ihr Grundstück unverzüglich mitteilen.

Hans Genghammer (FW) erkundigte sich nach einer Veränderungssperre. Laut Kattari müsse diese erst beschlossen werden, wenn ein konkreter Antrag vorliege. Einstimmig entschied sich der Rat für die Vorkaufsrechtssatzung. tb

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