Gemeinde Rimsting baut für 1,5 Millionen Euro neuen Wasserhochbehälter in Pinswang

Neben dem alten Wasserhochbehälter bei Pinswang entsteht 2021 ein neuer Speicher. Thümmler

Rimsting – Der Wasserhochbehälter der Gemeinde Rimsting auf der Spitze des Höhenberges bei Pinswang ist stark sanierungsbedürftig und soll erneuert werden.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für den Neubau gestellt. Da der Hochbehälter auch Teile der Nachbargemeinde Riedering mit frischem Trinkwasser versorgt, übernimmt die Gemeinde Riedering die Hälfte der Baukosten. Sie werden sich nach bisherigen Schätzungen auf 1,5 Millionen netto belaufen.

Der neue Wasserspeicher wird östlich des alten Hochbehälters mit einem Fassungsvermögen mit 700 Kubikmeter Trinkwasser, verteilt auf zwei Kammern, gebaut. Dank dieser Lösung kann die Wasserversorgung während der Bauzeit uneingeschränkt aufrecht erhalten werden.

Der offizielle Bauantrag wurde bereits vom Gemeinderat verabschiedet und beim Landratsamt Rosenheim als zuständiger Genehmigungsbehörde eingereicht. Gebaut werden soll der Hochbehälter im Jahr 2021.

Im Zeitraum on 1962 bis 1970 wurde der Versorgungsbereich Rimsting für Frischwasser wesentlich erweitert. Die Gemeindeteile Schafwaschen, Aiterbach, Hochstätt, Stetten, Burger s dorf, Otterkring, Pinswang und St. Salvator wurden in diesen Jahren an das Versorgungsnetz angeschlossen. Diese Kapazitätserweiterungen hatten den Bau eines Hochbehälters in Pinswang erforderlich gemacht.

Schon 1961 war von der Gemeinde Rimsting und der Marktgemeinde Prien der gemeinsame Zweckverband „Wasserversorgung Chiemseegruppe“ gegründet, über den die Versorgung beider Kommunen mit Trinkwasser sichergestellt und abgewickelt wird.

Für einige Rimstiger Ortsteile, wie Pinswang und Weiher, war bereits in den Jahren 1971 bis 1973 ein eigener Hochbehälter auf dem Höhenberg gebaut worden, der von 1981 bis 1983 sogar erweitert werden musste, weil im Rahmen eines Notverbundes der Nachbargemeinde Riedering ein Anschluss gewährleistet werden sollte. Die Gemeinde Riedering hatte damals Probleme, die Wasserversorgung ihrer Ortsteile flächendeckend sicherzustellen.

Eine Leitung wurde vom Hochbehälter am Höhenberg nach Westen verlegt, um Gemeindeteile von Riedering anschließen zu können.

Um Riedering im Notfall beliefern zu können, musste die Kapazität des Wasserhochbehälters, verdoppelt werden. Die Finanzierung übernahm die Gemeinde Riedering.

Quellwasser fließt von Aiterbach zur Lundwigshöhe

Die Wasserversorgung des Zweckverbandes Chiemseegrupope wird aus Quellen bei Aiterbach gewährleistet. Von dort führt eine 1,8 Kilometer lange Leitung zu einem 6000 Liter fassenden Hochbehälter auf der Ludwigshöhe. Von dort fließt Wasser bergab zum 13 Meter tiefer liegenden Höhenberg, Hans Thümmler

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