Gemeinde Reit im Winkl beteiligt sich an Naturwärme

Das Biomasse-Heizwerk des Bürgerwerks Naturwärme Reit im Winkl versorgt knapp 500 Anwesen mit der umweltfreundlichen heimischen Energie. Hauser

Neues Aufsichtsratsmitglied der Gemeinde bei der Naturwärme Reit im Winkl GmbH & Co. KG ist Gemeinderat Roland Klein (FW). Bei der konstituierenden Sitzung im Festsaal wurde er einstimmig dazu bestellt.

Reit im Winkl – Das Biomasse-Heizwerk versorgt knapp 500 Anwesen mit der umweltfreundlichen heimischen Energie. Insgesamt werden damit knapp drei Millionen Liter Heizöl pro Jahr durch den Sonnenspeicher Holz ersetzt und die entsprechenden Emissionen eingespart. Mit Spitzentechnologie ist heute eine saubere Beheizung von Privat- und Gewerbegebäuden einschließlich Warmwasserbereitung durch eine zentrale Hackschnitzelverfeuerung und ein Nahwärmenetz möglich.

Besetzing per Vertrag geregelt

Der Gemeinderat hatte im Mai 2014 beschlossen, Gemeinderatsmitglied Alois Hipper senior (FW) als gemeindlichen Vertreter in den Aufsichtsrat der Naturwärme zu entsenden. Gemäß Gesellschaftsvertrag ist der amtierende Bürgermeister der Gemeinde oder ein von ihm bestimmter Vertreter festes Mitglied im Aufsichtsrat. Damit ist die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat an die Amtszeit des ersten Bürgermeisters gebunden, und nach dessen Neuwahl wurde eine Neubestellung erforderlich. Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) betonte, dass er an der bisherigen Übung festhalte, ein Gemeinderatsmitglied als Mitglied im Aufsichtsrat durch Beschluss des Gemeinderats zu bestimmen.

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Die Aufgaben des Aufsichtsrates seien im Gesellschaftsvertrag verankert, in dem auch geregelt sei, dass das gemeindliche Aufsichtsratsmitglied an die Weisungen des Gemeinderats gebunden sei. Da es sich in der Praxis als sehr schwierig darstelle, dass der gemeindliche Aufsichtsratsvertreter nur vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats abstimmen dürfe, seien die bisherigen gemeindlichen Aufsichtsratsmitglieder mit Abstimmungskompetenzen ausgestattet worden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, Klein als gemeindlichen Vertreter in den Aufsichtsrat der Naturwärme zu entsenden.

Dies bevollmächtigt ihn, in den Aufsichtsratssitzungen das Stimmrecht der Gemeinde auszuüben, ohne dass sich der Gemeinderat vorher mit der Angelegenheit befasst. Der Vertreter der Gemeinde im Aufsichtsrat erhält somit die Generalvollmacht, das Stimmrecht der Gemeinde wahrzunehmen. Über grundlegende Angelegenheiten ist dem Beschluss zufolge dem Gemeinderat zur Kenntnisnahme nach den Versammlungen zu berichten. sh

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