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„Wir wollten kein Glas“

Gemeinde kritisiert Abweichung von Bauplan und lehnt Tekturantrag ab

Die südliche Steinmauer und der Zaun widersprechen der Ortsgestaltungssatzung.
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Die südliche Steinmauer und der Zaun widersprechen der Ortsgestaltungssatzung.
  • VonElisabeth Kirchner
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Einstimmig lehnte der Gemeinderat Gstadt in seiner jüngsten Sitzung einen Tekturantrag für die Änderung der Böschung, Freiflächen und Tiefgarageneinfahrt an einem neugebauten Ferienhaus am Seeplatz ab.

Gstadt – Bauamtsleiter Hans-Joachim Kaiser hatte zuvor den Sachverhalt erläutert. Der Bauantrag aus dem Jahr 2016 für den Neubau eines Ferienhauses mit sechs Apartments, einer Dachgeschosswohnung und einer Tiefgarage sei genehmigt und verwirklicht worden, aber nun habe das Landratsamt Rosenheim eine planabweichende Bebauung festgestellt. Ein entsprechender Tekturplan liege mittlerweile vor.

Kaiser erläuterte, dass die Tiefgarageneinfahrt und der Notausgang aus der Tiefgarage von den Genehmigungen abweiche, die Böschung steiler ausfalle als im Bauantrag beantragt und statt Buchenhecke eine Natursteinmauer und ein Glaszaun angelegt worden sei. Das Gesamtpaket sei somit über einen Meter hoch.

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Florian Pletzenauer (FWG) fand die Abweichungen schade. Das jetzige Aussehen weiche von der Gestaltungssatzung ab, der Bauwerber habe das bewusst gemacht, um mehr Grundstücksfläche zu bekommen. Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) erinnerte daran, dass man damals vier- bis fünfmal mit dem Bauwerber geredet habe. „Wir haben Begrünung verlangt und wir wollten kein Glas.“ Dominikus Schneider (FWG) meinte, dass der Gemeinderat nicht verpflichtet sei, den Tekturantrag zu legitimieren.

„Die Ortsgestaltungssatzung war ein schwieriges Thema. Wir haben viel Zeit in die Hand genommen.“ Auch Michael Rappl (FWG) und Josef Gartner (FWG) plädierten für das Einhalten der Ortsgestaltungssatzung. Für den Beschlussvorschlag, dem Tekturantrag in der vorgelegten Form das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, gab es keine Stimmen. Auch wenn die Gemeinde bezüglich Tiefgarage und Notausgang keine Bedenken sieht, muss dennoch eine Lösung für die Steinmauer, die der Ortgestaltungssatzung widerspricht, gefunden werden.

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