Bezug zur Geschichte

Gemeinde Gstadt erwägt Malerweg im Künstlerdorf

Die Gemeinde Gstadt erwägt einen Malerweg, damit Besucher auf Tafeln die Perspektiven von Künstlern mit heutigen Ansichten vergleichen können.
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Die Gemeinde Gstadt erwägt einen Malerweg, damit Besucher auf Tafeln die Perspektiven von Künstlern mit heutigen Ansichten vergleichen können.
  • vonHans Thümmler
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Auf offene Ohren stieß die Gtadter Tourismusleiterin Stophie Staller (vormals Müller) im Gemeinderat mit ihrer Idee, das jahrhundertealte Künstlerdorf um einem Malerweg zu bereichern. Einstimmig beschloss das Gremium, die Idee weiterzuverfolgen.

Gstadt – Sophie Staller regte an, diesen Malerweg in Gstadt-Gollenshausen zu gestalten. Auf einem solchen Weg könnten Gemälde von Künstlern auf Tafeln gedruckt an dem Ort aufgestellt werden, an dem das Gemälde entstanden ist. Der Besucher und Spaziergänger, so Staller, habe somit den gleichen Blick wie der Maler beim Entstehen des Gemäldes.

In Gstadt lebten bedeutende Künstler

Der künstlerisch interessierte Gast habe dadurch einen reichen Eindruck an die bedeutendsten Künstler, die in Gstadt lebten. Dem Gemeinderat gefiel die Idee einhellig, will sie unterstützen und weiter verfolgen. Das Gremium wies auf eine mögliche Leader-Förderung hin.

An reizvollen Motiven ist am Chiemsee wahrlich kein Mangel. Aber gerade von Gstadt aus, mit Blick auf die Fraueninsel und mit den Bergen im Hintergrund, zeigt er sich von einer seiner schönsten Seiten.

Künstler machten Gstadt bekannter

In Gstadt verweilten viele Künstler und trugen mit ihren Bilder zur Bekanntheit des Ortes bei. Während in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Künstler mit Stellwagen auf der Postkutschenroute von München bis Weisham bei Eggstätt befördert wurden, ging es mit der Eisenbahn ab dem Jahr 1860 wesentlich schneller. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog es wieder zahlreiche, meist ausgebombte Maler, nach Gstadt, dem „Künstlerort am Chiemsee“.

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Gedächtnisausstellung erinnerte an die kreativ Schaffenden

Der Landschaftsmaler Max Märtens (1886 -1970) gründete im Juli 1948 die Notgemeinschaft bildender Künstler Gstadt, die sich später Gemeinschaft Bildender Künstler Gstadt nannte. Am 22. Juli 1994 wurde anlässlich der Fertigstellung des neuen Hauses des Gastes eine Gedächtnisausstellung mit Werken von ehemals in Gstadt ansässigen Malern eröffnet, initiiert von Willi Huber, dem damaligen Inhaber des Cafés am See und Nachfolgerin von Sally Huber, der Künstlermutter von Gstadt.

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