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Weisheiten von Bruder Andreas

Gelungenes Starkbierfest in Unterwössen nach zwei Jahren Corona-Pause

Auch zu Themen wie Corona-Pause und Edelstahl-Maibaum bekam Pater Andreas kräftige Lacher und großen Beifall. Das sprach für seine Fastenpredigt.
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Auch zu Themen wie Corona-Pause und Edelstahl-Maibaum bekam Pater Andreas kräftige Lacher und großen Beifall. Das sprach für seine Fastenpredigt.
  • VonLudwig Flug
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Schwimmreifen im Seniorenheim? Ein Gasthaus „Alte Säge“, in dem Schweinsbraten mit dem Gabelstapler serviert wird? Bruder Barnabas nahm das Gemeindeleben kräftig aufs Korn.

Unterwössen – Nach zwei Jahren Pause gelang das Starkbierfest des Unterwössner Trachtenvereins D‘ Achentaler und der Musikkapelle Wössen zu einem besonderen Abend. Die Achentalhalle des Alten Bades war gut gefüllt, als die Musikkapelle Wössen bestens unterhielt und Pater Andreas Steiner die Leviten las.

Zur Predigt gab sich die Unterwössner Politik die Ehre mit Bürgermeister Ludwig Entfellner und Altbürgermeister Hans Haslreiter, Stellvertretern und Gemeinderäten. Vertreter der Unterwössner Vereine machten sich einen gemütlichen Abend. Gäste aus den Nachbarorten und Feriengäste füllten die Tische.

Dann kam Corona: Alles für die Katz‘

In seiner Predigt schlug Bruder Andreas die lange Starbierpause auf den Magen. 2019 stand das letzte Starkbierfest an, erinnert er. Die Predigt war fertig und vorbereitet, das Bockbier getestet. „Und dann? Pfiffkas! Corona! Alles für die Katz“, regte sich der Pater jetzt noch auf. Dem Achental wäre die Pandemie erspart geblieben, wandte sich Bruder Andreas an den Unterwössner Seeräuberverein, hätte der seine Chinesen vormals nicht in der Feldwies, sondern jenseits des Chiemsees angesiedelt. Der Pater regte sich über das ausgefallene Maibaumfest in Unterwössen auf. Ein wahres Trauerspiel, so der Mönch. Der Weg zu Maibaum aus Aluminium oder Edelstahl sei nicht weit, warnte er. Statt einem zünftigen Maibaumfest bleibe dann, den Maibaum alljährlich zu lackieren.

Seniorenheim im Hochwassergebiet „geht gar nicht“

Gut, dass der Gemeinderat das Seniorenheim an der Sonnenbichlstraße abgelehnt habe. Ein Heim im Hochwassergebiet gehe gar nicht. Die Schwimmfähigkeit sei in Oberwössen nur begrenzt verbreitet. Die Ausstattung der Zimmer mit Schwimmreifen und Schwimmwesten gehe ins Geld.

Das Sägewerk Ager an der Bundesstraße schloss seine Pforten. Bedauerlich sei das Ende dieser Ära vor allem, weil der Tourismus einen markanten Orientierungspunkt verliere. Bisher hieß es: „Zum Wössner See geht es am Sägewerk links.“ Oder: „Nach Kruchenhausen geht es am Sägewerk rechts“, falls da wirklich einmal einer hin wolle.

Ganz aufgeben solle man das Objekt Sägewerk deshalb nicht. Der fromme Mann schlug eine Wirtschaft vor. „Alte Säge“ passe gut in Anlehnung an den Begriff „Altes Bad“. Es solle eine lost-places-Gastronomie werden, in der Sägewerker Edi Ager im gewohnten Bild mit dem Telefon am Ohr die Bestellung aufnehmen und Edi senior zwischen kräftigen Prisen Schnupftabak Schweinsbraten und Bier mit dem Gabelstapler servieren könne. Bruder Andreas wusste vom wiederholt aufbrandenden Ehezwist beim Bürgermeister um das Computertablet.

Feuerwehr schlug die falsche Richtung ein

Er lobte die Trachtenvorständin Andrea Größ für die anschauliche Anleitung mit dem Röcki die Dixi-Toilette zu nutzen. Der Redner beschrieb, was Tiroler Hochprozentige im Vereinsausflug mit dem Trachtenvorstand Otto Dufter machen. Natürlich griff der Pater die noch aktuelle Anekdote auf, als sich die Unterwössner Wehr beim Containerbrand im Wertstoffhof zuerst in Gegenrichtung zum Bauhof aufmachte. In der Alarmierung war das zunächst falsch wiedergegeben worden. Hinzu fügte Bruder Andreas seine Version vom Höllenritt des Feuerwehrlers und Bauhofleiters Georg Schlaipfer als Beifahrer im Notarztwagen.

Diskussion ums Starkbierfest

Zum Abschluss griff Bruder Andreas die Diskussion auf, die der Trachtenvorstand Otto Dufter in seiner Begrüßung zum Abend thematisierte. Im Trachtenverein und seinem Umfeld diskutierten die Leute, ob der Trachtenverein in dieser Zeit ein Starkbierfest geben sollte. Von allen Seiten seien die Trachtler aber ermuntert worden und letztendlich bot das Starkbierfest auch die Möglichkeit, Spenden für die Ukraine zu sammeln.

Den Abend eröffnet hatte Bürgermeister Ludwig Entfellner mit dem Starkbieranstich. Ansonsten gehörte der Abend der Musik. Den Musikanten der in großer Besetzung auftretenden Musikkapelle Wössen war die Spielfreude anzumerken.

Die Gäste saßen bis spät in den Abend

Das Publikum hatte seine helle Freude, an den Solisten aus den Registern, an den Gesangseinlagen von Moderator Anton Döllerer oder dem Duett von Ute Glanz und Martin Nieß. Das Publikum dankte mit begeistertem Applaus und freute sich bis in den späten Abend.

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