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50 Jahre Städtepartnerschaft

Gelebter Zusammenhalt – Priens Bürgermeister über die Jubiläumsreise nach Graulhet

Erinnerungsfoto für die FeuerwehrPrien vor dem Rathaus Graulhet: Simone Heyn (links) und Maximilian Korten (rechts) mit der Fahne des Priener Feuerwehrvereins; davor (von links) Dritter Bürgermeister Martin Aufenanger, Graulhets Bürgermeister Blaize Aznar, Erster Bürgermeister Andreas Friedrich und Zweiter Bürgermeister Michael Anner.
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Erinnerungsfoto für die FeuerwehrPrien vor dem Rathaus Graulhet: Simone Heyn (links) und Maximilian Korten (rechts) mit der Fahne des Priener Feuerwehrvereins; davor (von links) Dritter Bürgermeister Martin Aufenanger, Graulhets Bürgermeister Blaize Aznar, Erster Bürgermeister Andreas Friedrich und Zweiter Bürgermeister Michael Anner.
  • Oliver Lang
    VonOliver Lang
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Rund drei Wochen ist die Reise der rund 100 Mann starken Delegation aus Prien nach Graulhet in Südfrankreich her. Zeit für ein Resümee von Andreas Friedrich, der dort seinen Amtskollegen Blaise Aznar traf.

Prien – Graulhet, die französische Partnerstadt von Prien ist bei nur geringfügig größerer Einwohnerzahl flächenmäßig rund dreimal so groß wie Prien. Seit dem Weggang der Lederindustrie befindet sich die südfranzösische Stadt in einem spürbaren Strukturwandel.

Stabil wie eh und je hingegen ist die Verbindung zu Prien. Das 50-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft wurde Anfang September ausführlich in Frankreich gefeiert. Rund 100 Besucher stark war die Delegation, mit dabei unter anderem die Trachtenvereine aus Prien und Atzing, die Feuerwehr, der Schwimmverein, die Goaßlschnalzer und natürlich der Radfahrverein. Im Interview mit der Chiemgau-Zeitung schildert Priens Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) seine Eindrücke des Besuchs.

So angenehm der Besuch in Graulhet sicher war¨– Sie mussten ja tatsächlich auch arbeiten...

Andreas Friedrich: Ja, aber aufgrund eines schönen Anlasses. Beim Festabend am Samstag durfte ich eine Ehrung vollziehen. Die Priener Partnerschaftsmedaille ging per Beschluss des Marktgemeinderats an zwei Menschen, die sich sehr um die Städtepartnerschaft verdient gemacht haben: an Karl-Heinz Unger, Vorsitzender des Schwimmvereins Prien, und an sein französisches Gegenstück, Jean Nespoulous.

Haben die Schwimmvereine eine besonders starke Bindung zueinander?

Friedrich: Ja, die Schwimmvereine sind auf jeden Fall ein starker Motor für die Partnerschaft. Sie arbeiten seit Mitte der 1970er-Jahre eng zusammen. Die Jugendgruppen etwa besuchen sich regelmäßig gegenseitig. Zuletzt war die Jugend des Priener Schwimmvereins zu Besuch in Graulhet, wo sie auf dem Zeltplatz ihr Lager aufschlugen.

Zum Jubiläum des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft wurde ein großes, dauerhaftes Wandgemälde am Rathaus in Graulhet geschaffen, auf dem „Friede, Freundschaft, Brüderlichkeit und Diversität“ schriftlich und symbolisch verewigt sind. Wie empfanden Sie die Enthüllung?

Friedrich: Das war schon beeindruckend. Als wir ankamen, war das Fassadengemälde noch verhüllt. Als es dann von einigen aus Graulhet und den unseren enthüllt wurde, war das ein toller Moment.

Für Prien kommt eine Wandmalerei dieser Art wohl nicht infrage?

Friedrich: Doch. Der Künstler, der die Malerei für Graulhet angefertigt hat, wird nächstes Jahr zu uns kommen und ein ähnliches Bild malen. Das ist das Geschenk von Graulhet an uns.

Welches Gebäude in Prien ziehen Sie dafür in Betracht?

Friedrich: Möglicherweise wird die Nordseite des Rathauses bemalt, aber vermutlich wird es die Nordseite des Jugendtreffs.

Wann wird der nächste Besuch stattfinden?

Friedrich: In diesem Umfang finden die Besuche alle zehn Jahre statt. Da wir unser Treffen aufgrund Corona nicht im eigentlichen Jubiläumsjahr 2021 abhalten konnten, wird der nächste Besuch 2031 stattfinden. Dann ist Prien die ausrichtende Gemeinde für das nächste Jubiläum.

Was würden Sie als besonders bemerkenswert bei Ihrem Aufenthalt in Graulhet bezeichnen?

Friedrich: Die Feierlichkeiten in Graulhet haben deutlich gezeigt, dass diese Partnerschaft nicht nur in einer Urkunde festgeschrieben ist. Sie lebt. Die Gastfreundschaft der Franzosen war sehr herzlich. Wir waren überwiegend privat untergebracht, und von der Ankunft bis zur Abreise haben sich die Franzosen wahnsinnig toll um uns gekümmert. Auch bei den offiziellen Programmpunkten war es ein schönes Miteinander. Beim Festzug etwa haben sich an den einzelnen Stationen Darbietungen von uns, etwa von den Trachtenvereinen, abgewechselt mit Darbietungen von französischen Gruppen wie dem Gesangsverein und der Tanzgruppe. Es hat wunderbar zusammengepasst, was vom Publikum in den Straßen mit langem, anhaltendem Applaus honoriert wurde. Der starke Zusammenhalt war durchweg spürbar.

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