Geldsegen vom Freistaat: 32,5 Millionen Euro fürs Klinikum Traunstein

Das Bild zeigt die Bauabschnitte eins und zwei des Klinikums Traunstein. Zurzeit wird an der Nordseite des Krankenhauses gebaut.
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Das Bild zeigt die Bauabschnitte eins und zwei des Klinikums Traunstein. Zurzeit wird an der Nordseite des Krankenhauses gebaut.

Die Staatsregierung investiert in bayerische Krankenhausstandorte und Traunstein ist vorn dabei. Für die fast komplette Sanierung des Klinikums gibt es 32,46 Millionen Euro. Das Ziel: Ein zeitgemäßes Umfeld für Mitarbeiter wie Patienten schaffen. Geplant ist zum Beispiel eine moderne Kinderklinik.

Von Elisabeth Sennhenn

Traunstein– „Die bayerischen Krankenhäuser haben insbesondere zu Beginn der Corona-Pandemie massive Zusatzbelastungen getragen und diese Herausforderung ausgezeichnet gemeistert“, lobt die Bayerische Staatsregierung. „Umso wichtiger ist es, Gebäude und Ausstattung der Kliniken kontinuierlich zu modernisieren und auszubauen, damit auch in Zukunft Sondersituationen wie die aktuelle Pandemie bewältigt werden können.“ Am Montag beschloss der Ministerrat in seiner Kabinettssitzung daher, 17 neue Krankenhausbauvorhaben in ganz Bayern mit insgesamt 344 Millionen Euro zu fördern.

Qualität für Patienten und Beschäftigte

Die Kliniken Traunstein, die zum Verbund der Kliniken Südostbayern – ein Zusammenschluss von fünf Kliniken aus den Kreisen Berchtesgadener Land und Traunstein – gehören, sind ganz vorn mit dabei: Für den zweiten Bauabschnitt der Gesamtsanierung am Klinikum Traunstein gibt es 32,46 Millionen Euro vom Freistaat.

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Wie ein Sprecher der Kliniken Südostbayern AG erklärt, decken diese Fördermittel rund 70 Prozent der avisierten Sanierungs- und Umbaukosten. „Der Restbetrag ist aus Eigenmitteln, Darlehen und Investitionszuschüssen der Landkreise zu tragen.“ Die Millionen vom Freistaat finanzierten anteilig den zweiten der ersten drei Bauabschnitte, die Schritt für Schritt ein „grunderneuertes Klinikum“ entstehen ließen.

Kürzere Wege und Prozesse

Dr. Uwe Gretscher, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Südostbayern, zeigt sich zufrieden gegenüber unserer Zeitung: „Durch diese Investitionen sind wir auch Dank der Unterstützung des Freistaats in der Lage, unseren Patienten auch in Zukunft eine Behandlungsqualität auf höchstem Niveau zu bieten und uns gleichzeitig stetig weiterzuentwickeln.“ Innovative digitale und prozessorientierte Konzepte sowie eine optimierte Anordnung der Bereiche und Abteilungen erhöhten dabei nicht nur den Komfort für die Patienten, verkürzten Wege und Prozesse, „sondern schaffen auch attraktive Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter.“ CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Steiner begrüßt ebenso die Förderung. Er habe sich in mehreren Gesprächen bei der bayerischen Gesundheitsministerin, Melanie Huml, dafür eingesetzt, dass die Modernisierung des Klinikums stärker gefördert werde.

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Es geht mit Hochdruck voran

Traunsteins Landrat Siegfried Walch bringt es auf den Punkt: „Gesundheit ist das wertvollste Gut des Menschen. Dieses Gut wollen wir mit unseren Kliniken Südostbayern allen gewährleisten. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe als Landkreise, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Man stehe weiter zu unserer kommunalen Trägerschaft. „Darauf können sich sowohl die Patienten als auch alle Beschäftigten verlassen. Es geht uns darum, nicht nur Erhalt und Sicherung zu garantieren, sondern auch Zukunftsfähigkeit und Weiterentwicklung zu schaffen. Ein zeitgemäßes Umfeld für Mitarbeiter wie Patienten ist dabei unverzichtbar. Aus diesem Grund treiben wir unsere Baumaßnahmen mit Hochdruck voran. Der Neubau am Klinikum Traunstein ist dabei ein zentraler Meilenstein.“ Zurzeit entsteht an der Nordseite des Klinikums der erste Bauabschnitt; hier sollen Eingang mit Patientenaufnahme, Allgemeinpflegestationen, Physiotherapie und Cafeteria untergebracht werden, die Rohbauarbeiten haben begonnen.

Die Großbaustelle

Mehrere Neu- und Umbaumaßnahmen sollen das Klinikum fit für die Zukunft machen. Ende 2019 starteten erste Arbeiten, geplant sind fünf Sanierungsabschnitte. Der Investitionsbedarf wird auf rund 288 Millionen Euro geschätzt – umgebaut wird eine Fläche von 19 000 Quadratmetern. Dabei sollen die Funktionseinheiten konzentriert werden sowie neue Funktionsräume und OP-Säle entstehen. Die Zahl der Betten wird erhöht. Geplant sind der Neubau der Kinder- und Jugendmedizin mit einer Kinder- und Neugeborenenintensivstation und ein Mutter-Kind-Zentrum. Die Bauabschnitte werden laufend und ohne Einschränkung der Betriebsfähigkeit realisiert.

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