Geigelstein-Herrgott ist wieder da

Am fertigen Kreuz: Restaurator Paul Panzer (Mitte), Herbert Ass von der Alpenvereinssektion Prien und Wirtin Monika Becht von der Priener Hütte. Hötzelsberger

Prien/Chiemgau – Das Restaurieren von sakralen Figuren ist dem Priener Paul Panzer seit Jahrzehnten ein Herzensanliegen.

Der pensionierte Maler und Ehrenoberleutnant der Priener Gebirgsschützen macht dies nicht nur zur Freude der Eigentümer und Betrachter, sondern auch aus Heimatliebe und für Gottes Lohn. Jüngstes Objekt, das Paul Panzer auf Hochglanz brachte, waren Herrgott, Kreuz und Sitzbank unmittelbar vor der Priener Hütte auf dem Geigelstein, sodass der Geigelstein-Herrgott seinen angestammten Platz hat.

Ein halbes Jahr verbrachte der Corpus Christi in der warmen Stube des Priener Restaurators, bis zur Fertigstellung informierte ein Hinweis am Kreuz, dass der Herrgott zur Erholung ist und nicht gestohlen wurde. „Der Geigelstein-Herrgott musste wegen der starken UV-Strahlen, die in 1400 Metern Höhe herrschen, mit einer Spezialfarbe versehen werden“, so Panzer, der mit der Behandlung von verschiedenen Stoffen mit speziellen Methoden und Material viel Erfahrung hat. Unterstützt wurde er bei der Maßnahme vom Hüttenwart der Priener Hütte, Herbert Ass. Er war nicht nur praktisch dienend mit den Mitfahr- und Transport-Gelegenheiten, er half auch mit, das Josefs-Ruhebankerl mit der Nummer 184 vom Ban kerldorf Aschau neu zu streichen. Auch das Bankerl als gerne genutzte Sitzgelegenheit vor dem Kreuz wird traditionell von der Priener Sektion des Deutschen Alpenvereins gepflegt.

Das Kreuz steht bereits seit 1994, in diesen 26 Jahren haben der Zahn der Zeit und vor allem das Bergklima ihre Spuren hinterlassen. „Eigentlich war der Herrgott total kaputt, das Restaurieren war höchst überfällig, denn die Witterung ist an diesem Platz besonders angriffslustig“, sagt Panzer zum Kreuz, das 1994 von Friedl Obermaier aus Prien zum Dank für ihre lieben Eltern errichten ließ. Herbert Ass lobt die Arbeit seines DAV-Vereinskameraden. Erste Besucherin des jetzt restaurierten Kreuzes war die Wirtin Monika Becht von der nahen Priener Hütte. hoe

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