EIN LEITFADEN FÜR DIE NÄCHSTEN JAHRE

Geh- und Radwegekonzept für Unterwössen nimmt Formen an

Statt einer Ampel soll nur eine Querungshilfe vor dem Edeka-Markt in der Hauptstraße entstehen.
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Statt einer Ampel soll nur eine Querungshilfe vor dem Edeka-Markt in der Hauptstraße entstehen.

Der Unterwössener Gemeinderat befasst sich mit der grundsätzlichen Planung und gibt einstimmig grünes Licht.

Unterwössen – Schon seit etlichen Jahren ist man in Unterwössen um ein Konzept für Fußgänger und Radfahrer sowie für Fahrbahnquerungen im Bereich der Ortsdurchfahrt B305 und eine Verbindung nach Marquartstein bemüht.

Nach Einbeziehung von Polizei, Landratsamt und Straßenbauamt hat Gerhard Hajer vom Traunsteiner Planungsbüro Strasser nun ein Grundsatzkonzept vorgestellt, das in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am Montag einstimmig abgesegnet wurde.

Detailfragen noch nicht das Thema

„Wir stimmen heute nicht über Detailfragen ab“, sagte Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) und dämpfte damit zu hohe Erwartungen. Es ginge vielmehr um Grundsätzliches, quasi als Leitlinie für die Planung der nächsten fünf bis zehn Jahre. Das Straßenbauamt habe bereits seit langem die Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes empfohlen.

Im Jahr 2019 hatte der alte Gemeinderat dann den Bedarf bei der Städtebauförderung mit einem positiven Ergebnis beantragt und im vergangenen Jahr waren in einer Gemeinderatsklausur die planerischen Gedanken „verfeinert“ worden. In den vergangenen Monaten waren nun erstmals maßgebliche Fachstellen miteinbezogen worden.

Gewünschte Tempo-30-Zone im Kernbereich nicht enthalten

Zur Enttäuschung des Gremiums wurden einige favorisierte Planungen verworfen. So beispielsweise die gewünschten Tempo-30-Zonen im Kernbereich mit Altenheim, Altem Bad, Lebenshilfe, Apotheke, Edeka Markt und Schulwegverbindungen.

Auf Kritik stieß auch die Streichung einer Fußgängerampel vor dem Edeka-Markt in Richtung Webergasse und Alte Schulstraße.

Fußgängerampel ersetzt Zebrastreifen

Stattdessen ist laut Planer Hajer dort nur eine Fußgänger-Querungshilfe vorgesehen. Eine Fußgängerampel soll dagegen anstelle des Zebrastreifens im Bereich des Rathauses entstehen.

„Vor allem im Hinblick auf die Neubebauung der MARO-Lebenshilfe hinter dem Rathaus wird eine Verknüpfung der beiden Straßenseiten immer wichtiger“, erklärte der Planer. Für die Ampelanlage sei zunächst ein Probebetrieb angedacht.

Der Gehweg bleibt den Fußgängern vorbehalten

Die Führung eines innerörtlichen Radweges auf dem Gehweg mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ scheidet laut Hajer aufgrund der intensiven Geschäftsnutzungen, der Vielzahl von Einmündungen, Grundstücks- und Parkplatzzufahrten, Haus- und Ladenzugängen sowie der eingeschränkten Gehwegbreiten aus.

Über Alternativrouten müsse nachgedacht werden. Vom Ortsbeginn Nord bis zur Frühlingsstraße sei durch eine schmälere Straße die Verbreiterung des Geh- und Radwegs von zwei auf drei Metern möglich. Ab der Frühlingsstraße innerorts müsste der Radverkehr dann auf der Fahrbahn geführt werden.

Vorrangiges Projekt an der Bundesstraße

Als vorrangige Maßnahmen zwischen Marquartstein und Unterwössen soll der Geh- und Radweg entlang der B305 ab der Brücke bis zur Radwegeunterführung vor der Kreisstraße ausgebaut werden. Auch der Bereich an den Felsvorsprüngen soll entschärft werden.

Hingewiesen hat der Planer auf eine Alternativroute für Radwanderer entlang der Ache und dem Wössner Bach bis zum Friedhof. Weitere mittel- und langfristige Überlegungen und Planungen gebe es zudem ab Ortsende bis Neuschmied, an der Raitener Straße und in Oberwössen.

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