Aus dem Gemeinderat

Geh- und Radwege sind Bernau eine halbe Million Euro wert

Für den Geh- und Radweg an der Nordseite der Priener Straße (links) ortsauswärts muss eine Brücke über den Moosbach gebaut werden.
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Für den Geh- und Radweg an der Nordseite der Priener Straße (links) ortsauswärts muss eine Brücke über den Moosbach gebaut werden.
  • vonElisabeth Kirchner
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Geh- und Radwege entlang der Priener Straße in Bernau sollen künftig auch bis zum Gewerbegebiet reichen, geht es nach Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber. Bis zur Umsetzung wird es aber noch einige Monate dauern. Den Ausbau lässt sich Bernau einiges kosten.

Bernau – Mit 19:0 endete in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Debatte um die Ausschreibung der Weiterführung der Geh- und Radwege an der Priener Straße. Wie Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) erklärte, sei der erste Abschnitt inklusive der Einmündung an der Seiserstraße bald fertiggestellt.

Eine Frage der Förderung

Damit die Fußgänger und Radfahrer auch nach der Einmündung sicher weiterkommen, müsse „unbedingt die Weiterführung mit Anbindung an das Gewerbegebiet“ hergestellt werden. Ohne weiter auf die Detailplanung einzugehen, die schon im Dezember vergangenen Jahres ausgiebig in der damaligen Gemeinderatssitzung besprochen werden war, stellte Biebl-Daiber die Kostenberechnung für den Bauabschnitt II (ohne Beleuchtung) vor. Diese beläuft sich auf 516 000 Euro.

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In der Summe sei auch schon die Brücke über den Moosbach mit 120 000 Euro eingeschlossen. Georg Bauer (BL) regte an, mit der Entscheidung zu warten, „denn es steht ja noch die Abzweigung der Strasse zum Hitzelsberg aus“, wofür seiner Meinung nach auch eine Querung notwendig sei.

Peter Pertl (CSU) hakte bei der Gestaltung der Querung nach, Wilhelm Schellmoser (BL) beim potenziellen Standort der Querung.

Maßnahme ohne Städtebauförderung

Bürgermeisterin Biebl-Daiber erklärte, dass eine Querung Richtung Hitzelsberg in Form einer Insel sinnvoll sei, und da diese außerorts liegen soll, käme für diese Maßnahme keine Städtebauförderung in Frage, sondern eventuell eine Förderung über das Finanzausgleichsgesetz. Die Entscheidung darüber stehe aber erst im Spätherbst an, so Biebl-Daiber weiter. Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger befand, dass diese beiden Vorhaben nicht in Einklang zu bringen seien.

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Der bisherige Ausbau endet an der Einmündung (rechts) der Seiserstraße in die Priener Straße. Jetzt soll die Anbindung an das Gewerbegebiet folgen. Berger

Das Gewerbegebiet müsse erreichbar sein, es gebe schon jetzt „dauernd reichlich Beschwerden.“ Auch Sascha Klein (WMG) stieß ins gleiche Horn: „Keine Verzögerung bitte!“

Bürgermeisterin Biebl-Daiber stellte daraufhin den Beschlussvorschlag vor, demzufolge die Ausschreibung zur Vergabe der Strassenbauarbeiten für Geh- und Radwege in der Priener Strasse am Bauabschnitt II veranlasst werden sollen.

Die Maßnahme soll im kommenden Jahr ausgeführt werden, die dafür notwendigen finanziellen Mittel sind in den Haushalt 2021 einzustellen. Dieser Beschlussvorlage stimmten die Gemeinderäte daraufhin einstimmig ohne weitere Nachfragen zu.

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