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Bürger beschweren sich

Klein sein ist in Bernaus Wertstoffhof ein Problem

Kleinere Menschen wie Edda Maurer haben Schwierigkeiten, ihre Papierabfälle ordentlich in die bereitstehenden Container zu entsorgen.
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Kleinere Menschen wie Edda Maurer haben Schwierigkeiten, ihre Papierabfälle ordentlich in die bereitstehenden Container zu entsorgen.
  • VonElisabeth Kirchner
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Bürger beschweren sich in der Gemeinde über zu hohe Container am Wertstoffhof. Das Landratsamt lehnt eine Papierpresse ab.

Bernau – Die beiden Papiercontainer auf dem Bernauer Wertstoffhof sind mannshoch und sorgen daher für Ärger bei den Kunden. Edda Maurer, die nicht groß gewachsen ist, muss sich strecken, um den oberen äußeren Rand des Containers zu erreichen.

Kunden, die den Wertstoffhof aufsuchen, sind dankbar, dass es die Möglichkeit der meist kostenlosen Abfallentsorgung gibt. Irmengard Horter, die gerade Plastik, Altglas und Papier entsorgt, betont, dass sie den Service zu schätzen wisse. Sie fände es allerdings nicht gut, dass die Papiercontainer nur über eine schmale Alutreppe zu erreichen seien, je nach Abfallmenge sei das „wirklich sportlich.“ .

Papiermüll sorgt für zusätzliche Arbeit

Die Mitarbeiter Manfred Tröndle und Wolfgang Tiesler sind ebenso nicht angetan von den Containern. „Wenn die Leute nicht richtig ihren Abfall in die Container werfen können, dann fällt oftmals etwas daneben.“ Das Aufräumen des Papiermülls unter den Stufen sei schwierig, da die Treppe aus Sicherheitsgründen fest verankert sei. Wenn nach Feiertagen viel Papier anfalle, bedeute das Beseitigen zusätzliche Arbeitsstunden. An manchen Wochenenden müsse man entsorgungswillige Bürger abweisen, da die Großbehälter überfüllt seien, so Tiesler.

Kleine Container keine Lösung

Mehrere kleine Container sind keine Lösung, sie sind schnell gefüllt und das Umfeld muss sauber gehalten werden. Praktisch war der große Container samt Papierpresse, der aber seitens des Landratsamtes abgeschafft wurde.

Stattdessen gibt es nun die beiden großen Container, die außerhalb der Öffnungszeiten abgeholt beziehungsweise geleert werden. „Wenn der Fahrer nicht auf den richtigen Abstand achtet, dann haben wir manchmal eine Lücke von über 20 Zentimetern von der Treppe zum Container“, klagt Tiesler. Für kleinere Menschen wie Edda Maurer oder die OVB-Reporterin beim Selbstversuch ist dies ein Problem, denn die Treppe ist nicht sehr hoch, der Container jedoch schon. Ob eine höhere Alutreppe Abhilfe schafft, vermögen die beiden Bauhofmitarbeiter nicht zu sagen, sie berge sicher auch ihre Risiken.

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Den Einwand, dass es die blaue Tonne für Privathaushalte gibt, lässt Tröndle nur teilweise gelten. Sie seien bei Mehrparteienhäusern schnell gefüllt, denn der Vermieter stelle oftmals nur eine Tonne für alle Mieter bereit.

Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber sagt, dass auch im Rathaus Beschwerden über die Papiercontainer am Wertstoffhof einlaufen. Sie habe mehrfach beim Landratsamt um eine Papierpresse für den gemeindlichen Wertstoffhof gebeten. Sie verstehe, dass dies Kosten verursache und sprit- und umwelttechnisch schwierig sei, möchte aber ihre Mitarbeiter in Schutz nehmen.

Komplexes Thema

Georg Kirchhuber, Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft und Abfallberatung im Landratsamt nahm dazu Stellung: „Ein sehr komplexes Thema“, so der Experte. Es sei „keine willkürliche Entscheidung“, man habe ausführlich darüber diskutiert. Eine Presse sei problematisch, komme teuer und berge Unfallrisiken.

Der Landkreis betreue 42 Wertstoffhöfe. Seiner Ansicht nach könne man die Container anders positionieren oder eine andere Treppe bereitstellen, um den Zugang zu erleichtern.

Dass die Gemeinde dies anders sehe, sei legitim, aber es sei „letztlich eine Abwägungsgeschichte“.

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