Geburtshilfe soll bis Ende März laufen

Prien - Der Betrieb der Geburtshilfeabteilung in der Romed-Klinik Prien soll bis Ende März aufrecht erhalten werden. Das teilte die Geschäftsführung des Unternehmens aus Rosenheim gestern der Chiemgau-Zeitung mit. Ob das gelingt, ist aber noch nicht sicher.

Wie berichtet, stehen ab 10. März nur noch zwei von ursprünglich sechs Hebammen zur Verfügung. Mit Hebammen aus anderen Häusern des Klinikverbunds soll versucht werden, den 24-Stunden-Dienstplan bis Ende März aufzufüllen.

Damit kommt die Unternehmensleitung einem Wunsch der Belegärzte nach, die werdende Mütter betreuen, die in der zweiten Märzhälfte noch in Prien entbinden wollen. Das wurde bei einem Gespräch mit diesen Medizinern und den Hebammen am Mittwochabend vereinbart.

Wie berichtet, hatte sich der Aufsichtsrat der Romed-Kliniken zur Schließung der Belegabteilung am Standort Prien entschlossen, weil die Geburtenzahlen auf zuletzt gut 200 im Jahr zurückgegangen waren.

Erschwerend kam hinzu, dass keine Hebammen mehr zu finden waren. Die Spezialistinnen arbeiten auf eigene Rechnung. Neben den gesunkenen Geburtenzahlen aufgrund verschärfter Vorschriften für Entbindungen in der Belegabteilung - es dürfen dort nur noch risikolose Geburten durchgeführt werden - sind die Versicherungsprämien für Hebammen, die diese selbst bezahlen müssen, in den vergangenen Jahren stark auf aktuell 4200 Euro im Jahr angestiegen.

Für die Hebammen gab es also weniger Arbeit bei steigenden Selbstkosten, was die Tätigkeit immer unattraktiver werden ließ. db

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