Gasthof-Geschichte hat jetzt ein Ende

Unterwössen. – Die unendliche Geschichte der Umnutzung des Gasthofs „Zur Post“ in Oberwössen in eine Wohnanlage (wir berichteten mehrmals) hat nun ein Ende gefunden.

In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Unterwössen einstimmig sein Einvernehmen für drei Wohnungen und drei Büros erteilt.

Zwei Jahre immer wieder abgelehnt

Immer wieder hatte sich der Gemeinderat in den vergangenen zwei Jahren in seinen Sitzungen mit der Angelegenheit beschäftigt. Und immer wieder gab es neue Pläne, die aus den unterschiedlichsten Gründen abgelehnt wurden. So hatte etwa eine der geplanten Wohnungen eine Fläche von 1556 Quadratmetern und war auf dem Plan mit vielen Bädern und Küchen eingezeichnet, die teilweise handschriftlich wieder gestrichen und als „Schlafzimmer“ umbenannt waren. Das Gremium hatte dem Bauherrn, die Firma Alpiness, zuletzt sogar ein „sachliches Interesse“ an einem Bescheid abgesprochen, weil keine nachvollziehbare Konzeption zu erkennen gewesen war.

Zweiter Fluchtweg fällt jetzt weg

Zwischenzeitlich hat es nun eine Absprache zwischen dem Landratsamt und dem Bauherrn gegeben, wonach der Bauantrag in eine Nutzungsänderung des ehemaligen Hotels und Gasthofs in drei Wohnungen und drei Büros ohne Dachnutzung abgeändert wird. Damit entfällt die bisherige Forderung für einen zweiten Fluchtweg für den Ausbau des Dachgeschosses.

Der Gemeinderat hatte zwar nach wie vor erhebliche Bedenken für eine Genehmigung, „weil eine nachvollziehbare Konzeption auch weiterhin nicht zu erkennen ist.“ Andreas Bichler (FWG) bezeichnete die Angelegenheit sogar als „Augenwischerei“ vom Bauherrn.

Andererseits musste das Gremium zugeben, „dass der Antrag baurechtlich in Ordnung ist“. Und Geschäftsleiter Thomas Müllinger meinte: „Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund den Bauantrag abzulehnen.“ Dem kam das Gremium nach. vd

Kommentare