Gastgeber fordern Hilfsmaßnahmen: Chiemgauer Verband warnt vor betroffenen Privatvermietern

Sorgen sich um den heimischen Tourismus:Geschäftsführer Markus Ritter (links) und Vorsitzender Bartholomäus Irlinger (Mitte) vom Verband der privaten Gastgeber im Chiemgau mit Traunsteins Landrat Siegfried Walch, dem Vorsitzenden des Tourismusverbandes Chiemgau bei einer Sitzung vor dem Katastrophenfall. Hötzeslperger

Die Reise-Einschränkungen und notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit für die gesamte Bevölkerung haben auch enorme Auswirkungen auf den heimischen Tourismus.

von Toni Hötzelsperger

Bernau/Traunstein– Darauf weist der Verband der privaten Gastgeber im Chiemgau hin. Dessen Vorsitzender Bartholomäus Irlinger aus Oberwössen und Geschäftsführer Markus Ritter aus Bernau haben – vor dem Katastrophenfall – diesbezüglich eine Mitteilung zur aktuellen Coronus-Problematik gemacht.

Über 5000 Einrichtungen von Corona betroffen

„Allein im Chiemgau, in der Chiemsee-Region und im Rosenheimer Land sind rund 4000 kleine Vermieterbetriebe und rund 1000 Urlaubs-Bauernhöfe von den Einschränkungen betroffen, lediglich Geschäftsreisende dürfen derzeit noch aufgenommen werden“, so Irlinger in seiner Übersicht vor dem Katatstrophenfall.

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Bereits jetzt stehe fest, dass das heurige Ostergeschäft vollkommen wegbricht und damit für die gesamte Region ein Einnahmeverlust im mehrstelligen Millionenbereich zu erwarten sei. „Viele Vermieter, die neu in die Vermietung investiert oder umfangreich renoviert haben, stehen vor dem finanziellen Kollaps, gleichwohl sie zu den umfangreichen und einschneidenden Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung stehen.“

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Darauf weist Geschäftsführer Markus Ritter hin. Irlinger fordert die Politik zu umfangreichen Hilfsmaßnahmen auf: „In dieser Zeit und Situation dürfen die Verantwortungsträger unseres Landes nicht nur an Hotels und Gaststätten denken, die es zweifellos ebenso dramatisch trifft, sondern auch an die vielen kleinen Vermieterbetriebe …“

In ganz Deutschland sind im Übrigen mehrere Hunderttausend Privatvermieter betroffen und so hofft der Verband, dass es bis zu den Pfingstferien ein Ende der Einschränkungen gibt, um den Verlust halbwegs abfangen zu können.

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