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GEMEINDERAT RIMSTING

Funkmast abgelehnt

Der Gemeinderat hat sich erneut gegen den Bau eines 30 Meter hohen Masten der Telekom unmittelbar nördlich der Bahnunterführung in Westernach ausgesprochen. Auch ein Alternativstandort kam für das Gremium nicht infrage. Trotzdem könnte der Mast gebaut werden.

Rimsting – Der Mast soll zum Ausbau einer lückenlosen Internet-Versorgung für Zugpassagiere auf der Bahnstrecke München-Salzburg beitragen. Praktisch als Nebeneffekt würde er auch die Mobilfunkversorgung im Ort Rimsting verbessern. Dort ist der Handyempfang im Telekom-Netz sehr problematisch, stellenweise haben Telekom-Kunden kein Netz.

Bereits in einer Sitzung Anfang April hatte der Gemeinderat den Bauantrag abgelehnt, weil der 30-Meter-Mast die Sicht vom Dorf Rimsting auf den Chiemsee nachhaltig stören würde.

Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim sei auf die Gemeinde zugekommen mit der Bitte, einen Alternativstandort zu finden, berichtete Bürgermeister Josef Mayer in der jüngsten Sitzung im Rathaus. Der geplante Standort direkt an der Unterführung sei auch von der Behörde als mehr als nur schädigend für das Landschaftsbild befunden worden.

Alternativstandort zu teuer

Die Gemeinde, so der Bürgermeister, habe bereits versucht, zusammen mit der Telekom einen Alternativstandort zu finden und sei auch 90 Meter südwestlich fündig geworden. Seitens der Telekom sei dieser Standort funktechnisch als einzig mögliche Alternative genannt worden. Mayer berichtete, dass der Grundbesitzer seine grundsätzliche Bereitschaft bekundet habe, dass auf seinem Grund und Boden ein solcher Mast aufgestellt wird.

Allerdings stelle die Telekom für die Verschiebung des Mastens Bedingungen, nämlich eine Kostenübernahme durch die Gemeinde für Akquise, Planung, Ressourceneinsatz und eventuelle weitere Kosten durch die Gemeinde. Es gehe geschätzt um 10 000 bis 15 000 Euro, so der Bürgermeister. Darüber hinaus könnte eine Kostenübernahme für eine eventuell notwendige Verlängerung der Glasfaserkabel notwendig werden. Außerdem müsste die Gemeinde die Grundstücksverhandlungen übernehmen, damit die Telekom eine Fläche für den Masten anpachten kann.

Eine Kostenübernahme kam für den Gemeinderat nicht infrage, deshalb war die Diskussion über den alternativen Standort hinfällig.

Ein solcher Funkmast würde zwar die Mobilfunkversorgung im Dorf verbessern. Der Gemeinderat hatte aber schon vor Jahren in der Folge eines Bürgerentscheids beschlossen, sich nicht an der Standortsuche für einen Masten zu beteiligen.

Da es keine weiteren Vorschläge gab, schlug Mayer vor, bei der bisherigen Linie zu bleiben und den Standort bei der Westernacher Brücke erneut abzulehnen. Das Gremium stimmte einstimmig zu.

Landratsamt hat das letzte Wort

Weil aber der Ausbau der Mobilfunkversorgung von politischer Seite unterstützt und der Bau von Masten oft privilegiert behandelt wird, könnte es durchaus passieren, dass die Telekom trotz der Ablehnung durch die Kommune eine Baugenehmigung bekommt. Das hängt nun von der Beurteilung durch das Landratsamt ab.

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