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Bürgermeisterin in Elternzeit

Für zwölf Wochen hat Gerhard Jell das Zepter in Bernau in der Hand

Gerhard Jell vertritt Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, die derzeit in Mutterschutz ist.
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Gerhard Jell vertritt Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, die derzeit in Mutterschutz ist.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Gehard Jell springt für Irene Biebl-Daiber, die soeben Zwillings-Mama wurde, in allen Belangen ein. Kein Problem für den erfahrenen Gemeinderat und Zweiten Bürgermeister von Bernau.

Bernau – Gerhard Jell (CSU) vertritt als Stellvertreter zwölf Wochen lang die erste Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU), die sich nach der Geburt ihrer Zwillinge am Karsamstag für zwölf Wochen in Mutterschutz befindet. Darüber informierte Jell den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung formell.

Jell gilt demnach als gewähltes ehrenamtliches Gemeinderatsmitglied und zweiter Bürgermeister als gesetzlicher allgemeiner Stellvertreter. Die Vertretung erfolge in den gesamten gesetzlichen Befugnissen. Er übernimmt auch den Vorsitz in den Gemeinderats- und Ausschuss-Sitzungen. Seinen Platz in den Gremien nehmen Jells jeweilige Vertreter ein, das sind Matthias Vieweger (CSU) im Bauausschuss und Franz Schnaiter (CSU) im Finanzausschuss.

Rückendeckung in der eigenen Firma

Sofern Jell verhindert wäre, übernimmt dritter Bürgermeister Franz Praßberger (ÜWG) die Amtsgeschäfte.

Jell ist Inhaber eines Konstruktionsbüros für Kunststofftechnik mit Entwicklung und Fertigung. Zwei Söhne arbeiten im Unternehmen mit. Zusammen mit den 35 Mitarbeitern hielten sie ihm zu den notwendigen Zeiten den Rücken für die aktuelle Bürgermeisteraufgabe frei, erzählt er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

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Seit 2008 sitzt er im Gemeinderat, seit 2014 bekleidet er das Amt des Zweiten Bürgermeisters. Trotz seiner langjährigen Erfahrungen in der Gemeindepolitik ist es noch einmal ein großer Schritt, nun an oberster Stelle im Rathaus in Verantwortung zu stehen: „Ich sehe das positiv, so ist man noch besser in die Themen eingebunden und noch näher am Geschehen.“

Zusatztermine geplant

Mit der ersten Bürgermeisterin kann er sich bei Fragen austauschen und mit dem drittem Bürgermeister Praßberger teilt er sich bei Überschneidungen Aufgaben auf.

Zu tun gibt es genug, die Tagesordnungen der Gemeinderatssitzungen sind lang, zum zweiten Mal in Folge mussten aufgrund der Fülle einzelne Punkte verschoben werden. Ein zusätzlicher Sitzungstermin ist für Ende April, Anfang Mai bereits in Auge gefasst.

Nach Einschätzung von Jell könnte das heuer noch öfter der Fall werden. Mit Corona habe dies nur bedingt zu tun, sagt Jell. Neue Projekte wie das Sicherheitskonzept für das Strandbad müssten intensiv bearbeitet werden.

Auch die Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag dauerte lang, die Tagesordnung musste wegen der fortgeschrittenen Zeit während der Sitzung gekürzt werden. Jell sagt dazu: „Wir werden auf alle Fälle noch besser planen und in Zusatztermine splitten.“

So sei dies zum Beispiel mit dem Bauausschuss geschehen, der normalerweise vor dem Gemeinderat zusammen kommt. Der Termin ist auf kommenden Donnerstag verlegt.

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