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BUNDESUMWELTMINISTERIN APPELLIERT IN GRASSAU AN ALPEN-ANRAINERSTAATEN

„Für Ziele lokal und regional handeln“

Als ein Klimafrühwarnsystem hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Alpen bezeichnet (Foto: Blick auf Hohe Tauern). In den Alpenregionen reagiere die Natur besonders sensibel, sagte die SPD-Politikerin zum Abschluss zur 14. Alpenkonferenz der Anrainerstaaten in Grassau.  Archiv Berger
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Als ein Klimafrühwarnsystem hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Alpen bezeichnet (Foto: Blick auf Hohe Tauern). In den Alpenregionen reagiere die Natur besonders sensibel, sagte die SPD-Politikerin zum Abschluss zur 14. Alpenkonferenz der Anrainerstaaten in Grassau. Archiv Berger

„Wenn wir unsere globalen Ziele erreichen wollen, müssen wir lokal und regional handeln“, appellierte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zum Abschluss der 14. Alpenkonferenz der Anrainerstaaten im Golf Resort Achental in Grassau. Die Alpenregion habe das Potenzial, eine Modellregion für klimafreundliche und ressourcenschonende Entwicklung in Europa zu werden.

Grassau – Das Achental als Veranstaltungsort der Konferenz habe besonders gut gepasst, da es als Pilotregion für den „Ökologischen Verbund“ ausgezeichnet worden sei (wir berichteten), sagte Bundesumweltministerin Hendricks in der abschließenden Pressekonferenz im Golf Resort Achental. In dieser Region kümmere man sich besonders gut darum, dass Tiere Reisefreiheit zwischen Schutzgebieten, Biotopen und anderen schützenswerten Lebensräumen haben.

Die Ministerin verwies zudem auf das Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ mit Sitz im Achental, eine Beobachterorganisation der Alpenkonvention, mit der eng zusammengearbeitet werde.

Die Alpenkonvention ist ein internationales Abkommen zwischen den Alpenländern Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und Slowenien sowie der EU für eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz der Alpen.

Die Alpen seien nicht nur ein besonders schönes Stück Europa, sie seien auch besonders verletzlich im Hinblick auf den Klimawandel, so die Bundesministerin weiter. In den letzten 100 Jahren sei die Temperatur in den Alpen doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. Hendricks bezeichnete die Alpen als Klimafrühwarnsystem, da hier die Natur besonders sensibel reagiere.

„Weltweit ist eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik erforderlich“ Barbara Hendricks Bundesumweltministerin

„Weltweit ist deshalb eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik erforderlich“, die Alpenregion habe das Potenzial, eine Modellregion für klimafreundliche und ressourcenschonende Entwicklung in Europa zu werden, so die SPD-Politikerin. In den Alpen sei verstanden worden, dass lokal und regional gehandelt werden müsse, um globale Ziele zu erreichen.

Sie verwies auf den sechsten Alpenzustandsbericht des Umweltbundesamtes zum grünen Wirtschaften im Alpenraum, der zeige, dass in der Alpenregion viele innovative Praxisbeispiele im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens existieren. Auf diesen müsse aufgebaut werden, folgen müssten aber auch weitere ambitionierte Schritte im Bezug auf einen nachhaltigen Tourismus, die Vermarktung lokaler nachhaltiger Produkte, oder die Zusammenarbeit von Akteuren aus Wirtschaft und Naturschutz.

Deutschland habe während seines zweijährigen Vorsitzes eine Reihe eigener Projekte zur Stärkung des Klimaschutzes im Alpenraum durchgeführt, wie die Schaffung eines Klimabeirats für die Alpenkonvention, eines Klimabündnisses der Alpenkommunen und eines Netzwerks für Energie Effizienz im Hotel und Gastgewerbe. Das Ministerium habe darauf Wert gelegt, die Alpenkonvention Hand in Hand mit der Zivilgesellschaft umzusetzen. Hendricks: „Dazu hat das Bundesumweltministerium Projekte aus dem Alpenraum mit 1,2 Millionen gefördert.“ Die Vielfalt der Beschlüsse hob Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonferenz, hervor. Die Beschlüsse zum Thema Raumplanung und Bodenschutz seien für den Alpenraum von hoher Bedeutung, da Boden und Raum begrenzte Ressourcen sind, die es sehr vernünftig und nachhaltig zu nützen gelte.

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