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RADWEG WIRD AUSGEBAUT

Für eine Mittelinsel auf der Rimstinger Straße fehlt der Gemeinde Prien der Grund

Der Weg nach Prien aus Richtung Rimsting an der Staatsstraße ist schmal und in einem schlechten Zustand. Die Gemeinde will ihn als 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg ausbauen, wie er auf Rimstinger Seite schon existiert.
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Der Weg nach Prien aus Richtung Rimsting an der Staatsstraße ist schmal und in einem schlechten Zustand. Die Gemeinde will ihn als 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg ausbauen, wie er auf Rimstinger Seite schon existiert.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Radler auf dem Weg von Rimsting nach Prien brauchen gute Bremsen. Auf einem breiten Geh- und Radweg geht es ab Otterkring bergab schnell dahin – aber nur bis zur Gemeindegrenze. Dort endet der breite Asphaltstreifen abrupt und mündet in einen schmalen Gehweg auf Priener Seite. Das soll sich ändern.

Prien – Der Markt Prien plant die Verlängerung des Rimstinger Wegs: den durchgängigen Ausbau eines 2,5 Meter breiten Geh- und Radwegs bis zum Brucker Kreisel vor der Prienbrücke. Damit geht zumindest ein Teil der Wünsche in Erfüllung, die Anlieger im vergangenen Jahr in einem Bürgerantrag formuliert und eingereicht hatten.

Gemeinde braucht Grund und Boden

Dagegen steht hinter dem Bau einer Mittelinsel für Fußgänger ein großes Fragezeichen. Um sie auf Höhe des Gehwegs, der vom Ortsteil Gries an der Ostseite auf die Rimstinger Straße trifft, bauen zu können, fehlt der Gemeinde der Grund und Boden. Die Mittelinsel soll aber „weiterverfolgt werden, wenn wir den erforderlichen Grund bekommen“; versicherte Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG).

Aus den Reihen des Gremiums war die Sorge geäußert worden, dass sich der Markt Prien diese Möglichkeit unwiderruflich verbaut, wenn er jetzt einen durchgehenden, geraden Geh- und Radweg anlegt. Denn es müssten sogenannte Verschwenkungen des Wegs angelegt werden, damit die Fahrbahnen der Staatsstraße trotz Mittelinsel breit genug bleiben.

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Unter anderem Hans Wallner und Johannes Dreikorn (beide CSU) appellierten an Bürgermeister und Verwaltung, mit den Grundeigentümern wegen der Abtretung von Flächen zu verhandeln. Die Frage von CSU-Fraktionssprecherin Annette Resch nach einem vorübergehenden Provisorium für Fußgänger musste Martin Plenk, Leiter des Priener Ordnungsamtes, mit Verweis auf das fehlende Grundeigentum negativ beantworten.

Die Anlieger hatten ursprünglich sogar einen Zebrastreifen gefordert. Dafür ist aber rein rechtlich eine Mindestfrequenz von Fußgängern erforderlich. Und die hatte das Staatliche Bauamt nicht feststellen können. „Eine benötigte Querungszahl von mindestens 50 Personen pro Stunde an diesem Standort wird nicht erreicht“, heißt es in einer Stellungnahme der Behörde.

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Über den Ausbau eines Geh- und Radwegs vom Ortsschild bis zum Kreisel bestand dagegen schon im September 2020 grundsätzlich Einverständnis, als der Bürgerantrag zum ersten Mal auf der Tagesordnung einer Sitzung des Marktgemeinderats stand. In der Tischvorlage verwies Plenk jetzt auf die Abhängigkeit von den Planungen des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, das für Staatsstraßen zuständig ist. „Aufgrund geänderter Zuständigkeiten und des Wechsels des Sachbearbeiters“ habe sich das Vorhaben verzögert. Zur Sitzung brachte Plenk aber die frische Nachricht aus dem Staatlichen Bauamt mit, dass die Gemeinde mit den Planungen des Geh- und Radwegs beginnen könne.

Dafür darf mit Einverständnis der Behörde in Rosenheim die Fahrbahn um 50 Zentimeter auf 6,5 Meter verschmälert werden, um Fläche für den Weg zu gewinnen. Durch die Verengung der Straße erhoffen sich die Priener Kommunalpolitiker einen zusätzlichen Bremseffekt des motorisierten Verkehrs.

Als Reaktion auf den Bürgerantrag hatte die Gemeinde auch schon den Kauf zweier zusätzlicher Tempomessgeräte mit „Smiley“-Anzeige beschlossen. Das erste Gerät sei schon installiert, das zweite soll nach technischen Problemen und einer Reparatur dieser Tage aufgestellt werden, kündigte Plenk an.

Nur drei Prozent fuhren zu schnell

Die „Smiley“-Geräte hatte das Staatliche Bauamt dem Markt Prien empfohlen als „weitergehende temporegulierende Maßnahme“. Die Behörde hatte zuvor Wünsche der Anwohner nach einem Tempolimit mit dem Hinweis auf sieben eigens durchgeführte Messungen in dem Bereich Anfang September 2020 mit einer Beanstandungsquote von nur rund drei Prozent eine Absage erteilt.

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Eine Versetzung des Ortsschilds, wie im Bürgerantrag angeregt, um Autofahrer zum früheren Bremsen zu bewegen, ist Plenk zufolge nicht möglich. Die gelbe Tafel stehe ohnehin schon so weit außerhalb wie erlaubt.

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